Bosnien und Herzegowina muss nach der Auftaktniederlage in Bratislava weiter auf seinen ersten Punkt bei einer EHF EURO-Endrunde warten.

Nach drei Niederlagen bei ihrem Debüt im Jahr 2020 gelang es ihnen nicht, in ihrem Auftaktspiel der Gruppe E gegen eine andere Top-Nation zu gewinnen, und diese Niederlage war ihre bisher höchste bei einer EHF EURO.

Schweden – gestärkt durch die Paraden von Torhüter Peter Johannesson, dem Grundfos Player of the Match – unterstrich seine Medaillenambitionen durch einen komfortablen 30:18-Sieg im ersten EHF-EURO-Spiel überhaupt gegen Bosnien und Herzegowina, bevor es am Samstag zum Spitzenduell gegen Spanien kommt.

GRUPPE E
Schweden gegen Bosnien und Herzegowina 30:18 (17:11)

Von Beginn an drückten die Schweden mit ihrer starken Abwehr- und Konterspielweise auf die Tube und zogen auf 5:1 und 10:4 davon
Die beiden Flügelspieler Hampus Wanne (fünf Tore) und Niclas Ekberg (drei) waren der Schlüssel zur 17:11-Halbzeitführung und erzielten fast 50 Prozent der schwedischen Tore vor der Pause
Der Vorsprung bedeutete für Schwedens Trainer Glenn Solberg, dass er ab der 20. Minute rotieren konnte, um allen Spielern Spielzeit zu geben und einige seiner Stammspieler wie Jim Gottfridsson für das entscheidende Spiel gegen Spanien am Samstag zu schonen. Nach der Pause stand eine extrem junge Mannschaft auf dem Platz
die Bosnier, die aufgrund positiver COVID-Tests vier Schlüsselspieler ersetzen mussten, bemühten sich zwar, konnten den WM-Zweiten von 2021 aber nie gefährden
Das 27:17 war die erste zweistellige Niederlage Schwedens und die höchste, die Bosnien und Herzegowina je bei der EHF EURO hinnehmen musste. Das 23:31 gegen Frankreich im Jahr 2020 in Trondheim wurde noch übertroffen.

Hampus Wanne im Feuer

Wie schon in der EHF Champions League für seinen Verein SG Flensburg-Handewitt oder in den bisherigen Nationalmannschaftswettbewerben für Schweden ist Hampus Wanne ein echter Aktivposten im Angriff. Der linke Flügel und Konterspezialist war vor dem schwedischen Auftaktspiel der EHF EURO 2022 nach einem positiven Covid-Test in Frage gestellt.

Doch gegen die Bosnier war der Torjäger von Beginn an brandgefährlich. Mit fünf Toren vor der Pause sorgte er für die frühe Entscheidung in einer einseitigen Partie. Nach seinem sechsten Treffer war Wannes Einsatz bereits in Minute 38 beendet, er wurde durch Youngster Emil Mellegard ersetzt.

“Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Halbzeit, in der wir mit einer sehr guten Abwehr und Torhütern gespielt haben und einige schöne Konter fahren konnten. Nach der Pause haben die Bosnier lange Angriffe gespielt, aber wir waren gut vorbereitet und unser Torwart Peter Johannesson war sehr gut. Wir sind glücklich über den Sieg”, sagte der schwedische Nationalspieler Max Darj.

“Über das heutige Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Auch ohne unsere Probleme war Schweden der Favorit. Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen, wie unsere jungen Spieler, die Erfahrung sammeln konnten. In den nächsten Spielen können wir diese Erfahrung hoffentlich nutzen”, sagte Linienspieler Mirsad Terzic.

Quelle: EHF Pressedienst


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