Der Titelverteidiger ist das erste Team, das für die Hauptrunde in Bratislava bestätigt wurde: Spanien gewann das Spitzenspiel gegen Schweden mit 32:28, hat nach zwei Spielen die optimale Ausbeute von vier Punkten und baute am Samstagabend seine Siegesserie auf 14 ungeschlagene EHF EURO-Spiele aus.

Angeführt von acht Toren von Linksaußen Angel Fernandez holten sich die Spanier einen verdienten Sieg in einem hochklassigen Spiel, das auch von den Schweden Jim Gottfridsson und Hampus Wanne geprägt wurde.

Durch dieses Ergebnis ist Bosnien und Herzegowina nach zwei Niederlagen bereits aus dem Rennen um die Hauptrunde ausgeschieden. Schweden und die Tschechische Republik (beide gleichauf mit zwei Punkten) kämpfen am Montag im direkten Duell um den zweiten Hauptrundenplatz.

GRUPPE E
Spanien gegen Schweden 32:28 (17:14)

In der ersten Halbzeit spielten beide Mannschaften extrem schnell und konzentrierten sich mehr auf den Angriff als auf die Verteidigung, was sich in 31 Toren in 30 Minuten niederschlug. Vor allem der spanische Flügel Angel Fernandez war brandgefährlich und erzielte bis zur Pause fünf Gegenstoßtore.
Jim Gottfridsson, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde, war mit seinen Toren und Vorlagen der herausragende Angreifer auf schwedischer Seite. Aber auch er konnte die Spanier nicht aufhalten, die dank eines Doppelschlags von Joan Canellas auf 17:13 davonzogen.
Nach der Pause verbesserten sich beide Mannschaften in der Defensive, die Zahl der Ballverluste und der einfachen Tore nahm ab, und es fielen immer mehr Tore aus dem Positionsangriff auf beiden Seiten, vor allem durch Canellas, Gottfridsson und Jonathan Carlsbogard.
Schweden profitierte von den Toren von Wanne, entweder vom Flügel oder von der Strafraumgrenze – aber auch sein linker Flügelkollege Fernandez war nicht zu bremsen. Es war ein Kopf-an-Kopf-Duell zwischen den beiden um die Torjägerkrone, das mit einem Unentschieden endete (acht Tore für beide)
nach dem 26:23 für Spanien hätten die Skandinavier beinahe den Rückstand aufgeholt, doch schließlich entschied ein Doppelschlag des jungen Ian Tarrafeta das Spiel.

Jim, der Mann!

Im ersten Spiel der Schweden bei der EHF EURO 2022, dem klaren 30:18-Sieg gegen Bosnien und Herzegowina, musste Jim Gottfridsson nicht viel spielen, da sein Trainer Glenn Solberg sehr früh mit der Rotation begann. Dafür war der MVP und Silbermedaillengewinner der EHF EURO 2018 im entscheidenden Duell mit Spanien voll bei der Sache.

Gottfridsson orchestrierte den schwedischen Angriff auf brillante Weise mit vielen Assists (hauptsächlich für die Linienspieler oder Wanne) und Inspirationen, war aber auch ein entscheidender Torschütze (sechs Tore) mit seinen berühmten und erfolgreichen Eins-gegen-Eins-Aktionen. In dieser Form ist Gottfridsson definitiv wieder ein Kandidat für den MVP.

Quelle: EHF Pressedienst


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