Die Tschechische Republik hat am Samstag ihre Serie von fünf Niederlagen in Folge bei der EHF EURO beendet und Bosnien und Herzegowina nach einem Blitzstart mit 27:19 besiegt.

Mit den ersten Punkten auf dem Konto nach der knappen 26:28-Auftaktniederlage gegen Spanien können die Tschechen weiter auf einen Platz in der Hauptrunde hoffen, haben aber am Montag ein schweres Spiel gegen Schweden vor sich.

Die Bosnier, die im Vergleich zur 18:30-Niederlage gegen Schweden eine deutlich stärkere Leistung zeigten, kämpften sich nach der 15. Minute zurück, warten aber immer noch auf ihren ersten Punkt bei einer EHF EURO-Endrunde – und treffen am Montag auf Titelverteidiger Spanien.

GRUPPE E
Tschechische Republik gegen Bosnien und Herzegowina 27:19 (12:9)

Da die Bosnier in den ersten 11 Minuten nur ein Tor erzielten, zogen die Tschechen schnell auf 6:1 davon – und hätten bei besserer Präzision im Angriff auch höher führen können
Wie schon im Auftaktspiel gegen Spanien glänzte der tschechische Torhüter Tomas Mrkva, doch da seine Abwehr nicht beweglich genug war und seine Mitspieler mit Ausnahme von Matej Klima zu viele Chancen im Angriff vergaben, konnte Bosnien und Herzegowina den Rückstand bis zur Pause auf 9:12 verkürzen, was immer noch der niedrigste Halbzeitstand bei EHF EURO-Turnieren ist
Nach der Pause kamen die Bosnier konzentrierter zurück, steigerten ihre Effizienz im Angriff und profitierten von den Paraden von Torhüter Benjamin Buric
vom 16:14 für die Tschechen in der 40. Minute stand das Spiel bis zum 21:17 in Minute 51 auf der Kippe
Den Schlusspunkt setzte schließlich Rechtsaußen Tomas Cip, der fünf Minuten vor dem Ende zur 24:18-Führung traf, und Torhüter Mrkva kehrte von Beginn an zu seinem hohen Niveau zurück.

Matej Klima zeigt sein Talent und seinen Ehrgeiz

Wer tritt die Nachfolge der tschechischen Linksverteidiger-Legende Filip Jicha und Ondrej Zdrahala an? Das war die Frage, als Zdrahala seine Karriere beendete, um Präsident des tschechischen Verbandes zu werden.

Im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina unterstrich der junge Matej Klima seine Ambitionen, in deren große Fußstapfen zu treten. Vor allem in der ersten Halbzeit war der 22-jährige Schütze vom deutschen Club Bad Schwartau brandgefährlich und erzielte fünf Tore bei sechs Versuchen. Nach der Pause gelang ihm der wichtige Treffer zum 21:17. Am Ende war Klima mit acht Treffern bester Torschütze – und wurde von Grundfos zum Spieler des Spiels gewählt.

Quelle:EHF Pressedienst


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