Die Schweden wussten, dass sie das Spiel gegen Russland unbedingt gewinnen mussten, wenn sie sich für das Halbfinale der EHF EURO 2022 qualifizieren wollten, und sie lieferten mit dem 29:23-Sieg ihre beste Leistung im Turnier ab.

GRUPPE II
Russland gegen Schweden 23:29 (13:16)

Schweden verließ sich in diesem Spiel vor allem auf seine Defensive und verhinderte, dass Russland zwei Mal über einen längeren Zeitraum ein Tor erzielen konnte. Die Mannschaft von Velimir Petkovic konnte in 18 Minuten und drei Sekunden nur zwei Tore durch Andreas Palicka erzielen
Ein 7:2-Lauf zwischen der 22. und 39. Minute war das Rückgrat des schwedischen Sieges, da Russland, das auf seinen Top-Torjäger, Rückraumspieler Sergej Mark Kosorotow, verzichten musste, keine Antwort auf die skandinavische Abwehr fand.
Der linke Flügel Hampus Wanne, der Grundfos-Spieler des Spiels, war einmal mehr die treibende Kraft hinter Schwedens Angriff. Er erzielte neun Tore und verbesserte damit seine Bilanz im Turnier auf 28 Treffer, was die zweitbeste Leistung in der Torjägerliste darstellt.
Der schwedische Torhüter Andreas Palicka war maßgeblich am Sieg seiner Mannschaft beteiligt und zeigte mit 15 Paraden und einer Fangquote von 39 Prozent seine beste Leistung bei der EHF EURO 2022.
Russlands Verhängnis war sein Angriff, der in der Vorrunde eine Trefferquote von 62 Prozent aufwies, in diesem Spiel aber auf 51 Prozent sank.

Schweden trifft die richtigen Punkte und versetzt Russland den ersten Schlag

Schweden stand im Vorrundenspiel gegen die Tschechische Republik am Rande des Ausscheidens, konnte sich aber durchsetzen und scheint genau zum richtigen Zeitpunkt die richtige Form gefunden zu haben. Trainer Glenn Solberg forderte seine Abwehrspieler auf, mehr von hinter der Neun-Meter-Linie zu schießen, und das taten sie heute auch, denn Linksverteidiger Eric Johansson erzielte beide Tore mit Schüssen, die mit über 120 km/h abgegeben wurden.

Durch den Sieg Schwedens ändert sich die Dynamik in der Gruppe II in Bratislava. Die Skandinavier liegen nun punktgleich mit Russland (jeweils zwei Punkte), bevor sie morgen auf Polen treffen. Nach der ersten Niederlage in diesem Wettbewerb muss sich Russland nun neu formieren, denn Trainer Velimir Petkovic wird sicherlich mehr von der Abwehrreihe verlangen, nachdem er sich stark auf die Stammspieler Aleksandr Ermakov und Pavel Andreev verlassen hat, die mit neun Treffern die besten Torschützen ihrer Mannschaft waren.

Quelle: EHF Pressedienst


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