Am 36. Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga reist die MT Melsungen ins Ostwestfälische. In der Lemgoer Phoenix Contact Arena werden die Nordhessen am Sonntag um 16:00 Uhr vom TBV Lemgo Lippe erwartet. Diese Paarung weckt im Vorfeld unweigerlich die Erinnerungen an das vor zwei Wochen in Hamburg ausgetragene Endspiel um den DHB-Pokal, in dem die MT mit 24:28 unterlag. Sky überträgt ab 15:55 Uhr live.

Die MT Melsungen reist mit dem nervlichen Ballast zweier deftiger Niederlagen aus den beiden letzten Spielen gegen die Rhein-Neckar Löwen und zuhause gegen Hannover-Burgdorf nach Lemgo. Genau wie das Match zuletzt gegen die Niedersachsen, weckt auch die bevorstehende Partie in Lemgo Erinnerungen an das vor zwei Wochen ausgetragene REWE Final4. Im DHB-Pokalhalbfinale hatte Melsungen die “Recken ausgeschaltet.

Deren bester Angreifer, Ivan Martinovic, der in der übernächsten Saison zur MT kommt, verriet nach dem Sieg am Donnerstag in Kassel: “Wir hatten intern das Motto ‘Best of Three’ ausgegeben und wollten nach dem Hinspielsieg und der Pokalniederlage nun in der Liga das Rückspiel gewinnen. Was ja auch gut geklappt hat”.

In Lemgo nun ist es an der MT, den Spieß umzudrehen und sich für die Pokalfinalniederlage zu revanchieren. Die Mannschaft soll und will eine Reaktion zeigen, erst recht nach den beiden verpatzten letzten Auftritten bei den Rhein-Neckar Löwen und gegen die “Recken”. Das zumindest forderten Gudmundur Gudmundsson und Finn Lemke am Donnerstagabend, unmittelbar nach dem Abpfiff gegen Hannover-Burgdorf.

Der Trainer sagte in der Pressekonferenz: “Ich bin enttäuscht über die Art und Weise wie wir heute verloren haben. Das tut weh. Wir haben vorne insgesamt 18  technische Fehler gemacht und uns 9 Fehlwürfe geleistet. Damit haben wir den gegnerischen Torhüter zum Weltmeister gemacht. Wir sind momentan leider nicht besser, als es unsere Spiele zeigen – die Ergebnisse lügen nicht. Es ist eine sehr lange Saison, aber das soll keine Ausrede sein. Ich hoffe in Lemgo auf eine Reaktion unserer Mannschaft.”

Der MT-Kapitän erklärte am Sky-Mikrofon: “Es sind ja nicht nur unser Ansprüche an den Angriff, die nicht passen. Wir kassieren auch wieder 28 Gegentore. Wir machen zu wenig. Zwischendurch drücken wir aufs Tempo, verlieren dann aber auch schnell wieder den Kopf. Wir haben noch so viel Arbeit vor uns – und das zum Saisonende. Jetzt stehen noch drei Spiele an und da möchten wir mit möglichst drei Siegen unsere Clublegende Felix Danner, der uns verlassen wird, ordentlich verabschieden”.

Die MT reist also am Sonntag mit einem festem Ziel ins Lipperland und aller Voraussicht nach auch mit einem vollen Kader. Das Abschlusstraining findet bereits am Samstagmittag in Kassel statt, am frühen Sonntagmorgan geht es dann per Mannschaftsbus Richtung Ostwestfalen.

In der Phoenix Contact Arena muss sich das Gudmundsson-Team nicht nur auf bis zu 1.000 Zuschauer einstellen, sondern auch auf einen hochmotivierten Gastgeber. Denn Lemgo will seinen guten Lauf mit vier Siegen in Folge auch gegen die MT fortsetzen. TBV-Coach Florian Kehrmann lobt seine Schützlinge: “Riesiges Kompliment dafür, wie fokussiert sie bislang sind“, warnt aber andererseits auch vor dem Gegner: “Melsungen wird heiß darauf sein, die Pokalniederlage wettzumachen.“ – Was die MT wiederum zu beweisen hätte. Mit der guten Leistung aus dem Hinspiel, das im Oktober in Kassel mit 27:21 gewonnen wurde, wäre das möglich.

Quelle:MT-Pressedienst


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