Volle Fahrt voraus – so lautete das Motto am ersten Wettkampftag des Mercedes-Benz Windsurf World Cup 2019 auf Sylt. Nach den ersten Fahrten für die Freestyler und Wave-Athleten steigt die Spannung beim Kampf um die WM-Titel weiter. Bei den Frauen konnte mit der Single Elimination bereits ein vollständiger Wettkampf gefahren werden. Die deutsche Lina Erpenstein überzeugte in vier Runden und belegte am Ende Platz 3.

Kielerin Lina Erpenstein (G423) wird Dritte im Wave/ Foto: Tino Wichmann

Mit soliden Freestyle-Bedingungen wurde der erste Wettkampf bereits um 9 Uhr morgens eröffnet, die Fahrer mussten sich jedoch teilweise mit böigem Wind und unvorhersehbaren Regenschauern arrangieren. Damit kamen die deutschen Fahrer nicht so gut wie erhofft zurecht: Niclas Nebelung (G584) und Marco Lufen (G2626) mussten bereits in Runde 1 die Segel streichen. Ebenfalls ausgeschieden ist der erst 15-jährige Lennart Neubauer (GER734). Er hatte das Pech, gegen den früheren Weltmeister (2015) Dieter van der Eyken (B35) antreten zu müssen, der die bis dahin höchste Punktzahl mit 17,7 für einen Sprung erzielen konnte. Vorbei ist der Wettkampf für die Verlierer aber noch lange nicht. Alle deutschen Freestyler haben noch eine Chance auf bessere Platzierungen. In der Rückrunde (Double Elimination) können sie sich sogar noch bis auf einen Podiumsplatz vorarbeiten.

Freestyle, Nicolas Akgazciyan, F-400 Foto: Tino Wichmann

Die im Laufe des Tages wachsenden Wellen waren perfekt geeignet für den Wave-Wettkampf. Die Männer konnten sich zunächst durch die Qualifikationsrunde eine Teilnahme am stark besetzten Hauptfeld sichern. Leider musste sich hier mit Henri Kolberg (G45) ein weiterer Deutscher geschlagen geben. Insgesamt vier Surfer schafften den Sprung in das Hauptfeld.

Kiri Thode / Foto: Tino Wichmann

Zunehmend spektakuläre Wellenritte und Sprünge lieferte die abschließende Single Elimination der Frauen, bei der die Teilnehmerinnen sich spannende Wettkämpfe lieferten. Egal ob Vorwärts- oder Rückwärtssalto, die Surferinnen konnten besonders ab dem Viertelfinale ihr hohes Niveau unter Beweis stellen. Im Fokus stand dabei die frisch gebackene Europameisterin Lina Erpenstein, die zunächst gegen Steffi Wahl (G303) die Oberhand behielt, ehe sie sich im Halbfinale Sarah-Quita Offringa (ARU91) von Aruba geschlagen geben musste. Sarah-Quita blieb über die gesamten Wettkampfrunden ungeschlagen und konnte sich auch im Finale gegen die Weltranglistenerste Justyna Sniady (POL1111) aus Polen überlegen durchsetzen. Erpenstein sicherte sich im kleinen Finale Platz 3 gegen die Niederländerin Maaike Huvermann (NED108).

Gustav Haggstrom / Foto: Tino Wichmann


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.