Den vorletzten offiziellen Test in der Vorbereitung auf die neue Saison verliert die MT Melsungen beim Klassenkameraden SC DHfK Leipzig mit 27:34 (15:16). Nach gut 40 ausgeglichenen Minuten unterliefen den Nordhessen in der Schlussphase zu viele Fehler im Angriff. Die nutzten die Sachsen jeweils dankbar zu Gegentoren. Am Freitag kommt es in Kassel zu einem weiteren Erstliga-Duell, dann empfängt die MT zum letzten Test vor dem Saisonstart um 19:00 Uhr GWD Minden in der Rothenbach-Halle. Bereits um 17:30 Uhr präsentiert sich dort das komplette Team seinen Fans. Es gibt noch ausreichend Tickets an der ab 17:00 Uhr geöffneten Hallenkasse. Für Besucher*innen gilt die 3-G-Regelung

In der vergangenen Saison hatte die MT Melsungen gegen den SC DHfK Leipzig zweimal die Nase vorn, wenn auch nur knapp. Im Testspiel am Donnerstag in der Messestadt revanchierten sich die Sachsen deutlich. Nachdem sich beide Kontrahenten gut 40 Minuten lang ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hatten, nutzten die Hausherren die vermehrt im Angriff auftretenden Unkonzentriertheiten der Nordhessen, um das Spiel auf ihre Seite zu ziehen.

Zuvor lebte die Partie, in der beide Mannschaften in ihren jeweiligen Besetzungen noch einiges ausprobierten, von schnell wechselnden Führungen. Wobei sich aber keiner von beiden zunächst mit mehr als einem Tor absetzen konnte. Dafür waren hüben wie drüben die Abwehrreihen noch zu stabil und ließen den jeweiligen Angreifern relativ wenige Spielräume. So dauerte es zum Beispiel nach dem Anpfiff gar geschlagene sechs Minuten bis zum 1:1-Ausgleich.

Mit einem Unentschieden hätte es eigentlich auch in die Pause gehen müssen. In der 28. Minute wartete Silvio Heinevetter, der zwischenzeitlich Nebojsa Simic zwischen den Pfosten abgelöst hatte, gleich mit zwei Paraden in Folge auf, zuerst gegen Lukas Wiesmach, danach wehrte er den Kempa-Versuch von Leipzigs Neuzugang Lovro Jotic ab. Im Gegenzug markierte Julius Kühn die Melsunger 15:14-Führung.

Dann wurde es nochmal spannend: Erst gelingt dem jungen Julius Meyer-Siebert der Ausgleich, dann nimmt Gudmundur Gudmundsson eine Auszeit. Im anschließenden vermeintlich letzten Angriff unterläuft der MT aber ein Fehlpass. So kommt Leipzig noch einmal in Ballbesitz, den Lukas Binder praktisch mit dem Halbzeitpfiff zur 16:15-Führung für die Grünweißen nutzt.

Spannend, wegen knapper Zwischenstände, geht es zunächst auch im zweiten Durchgang weiter. Leipzigs Versuche, sich abzusetzen, wollen (noch) nicht gelingen. Weil die MT auch auf kleine Vorsprünge der Gastgeber von ein oder zwei Toren jeweils Antworten weiß. Und weil Silvio Heinevetter gleich drei gute Szenen in Folge hat. So konnte Tobias Reichmann mit seinem Tor zum 17:17 das Spiel wieder einmal öffnen.

Gleiches gelang wenig später auch Elvar Örn Jonsson mit dem 20:19 und Kai Häfner mit dem 20:20 (41.). So hätte es weitergehen können. Was aber nicht der Fall war. Denn Leipzig schaffte es, binnen vier Minuten aus dem Remis eine Drei-Tore-Führung zu machen. Im Nachhinein ist festzuhalten, dass den Grünweißen damit der entscheidende Schritt zum späteren Sieg gelungen war. Denn obwohl  Elvar Örn Jonsson mit seinem dritten Treffer die MT nochmal auf 23:21 heranbringen konnte, gespielt war zu dem Zeitpunkt eine Dreiviertelstunde, schafften es die Nordhessen nicht mehr, das Blatt noch einmal zu wenden. Dafür waren die folgenden Angriffe zu unruhig und zu ineffizient. Melsunger Fehler wurden prompt vom SC mit Gegentoren bestraft.

Die Nordhessen probierten es dann noch einmal mit einer 5:1-Abwehr, mit Domagoj Pavlovic als Vorgezogenem. Dies zeigte auch Wirkung, der Leipziger Rückraum musste sich nun etwas mehr einfallen lassen. Die Schwachstelle der MT lag in der verbleibenden Spielzeit aber eindeutig in der Offensive. Als die Sachsen gut drei Minuten vor dem Ende mit sechs Toren vorne lagen, war die Messe gelesen. Gemessen am Spielverlauf indes ist deren 34:27-Sieg etwas zu hoch ausgefallen.

Co-Trainer Arjan Haenen: Wir haben rund eine Dreiviertelstunde ein gutes Spiel gezeigt. Leider sind wir dann in der Schlussphase eingebrochen. Da haben wir die Angriffe zu früh abgeschlossen oder es sind uns Fehlpässe unterlaufen. Wir hätten einfach nur geduldig weiterspielen müssen. Das müssen wir nächste Woche, wenn die Saison beginnt, besser hinbekommen.  Schade war außerdem, dass wir auch heute wieder nicht komplett antreten konnten. Marino Maric hat sich im Training gestern Abend eine Platzwunde zugezogen, die genäht werden musste und André Gomes hat seine Sehnenreizung noch nicht auskuriert.

Quelle:MT-Pressedienst


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