Am Sonntag um 16:00 Uhr muss sich die MT Melsungen in der HUK Coburg Arena einer unbequemen Aufgabe stellen. Dort werden die Nordhessen zum 32. Spieltag der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga vom HSC Coburg erwartet. An diesen Gegner hat die MT aus der Hinrunde keine guten Erinnerungen. Sky überträgt live.

Die MT hat sich nach den Niederlagen in Kiel und Flensburg zurück in die Erfolgsspur gepusht. “Ich glaube, das nennt man Arbeitssieg”, zeigte sich Gudmundur Gudmundsson nach dem mühselig erkämpften 25:23 am Donnerstag zuhause gegen die Eulen Friesenheim überaus erleichtert. Und genau in dieser Erfolgsspur will die MT auch weiter wandeln. Die Herausforderung dabei: Am Sonntag geht es wieder gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller, aber auch die kann bekanntermaßen ein mehr als unangenehmer Gegner sein.

Die Erinnerungen der MT Melsungen an das Hinspiel Mitte Dezember in Kassel sind negativ behaftet. Auch damals war das Team des HSC Coburg Tabellenletzter, kam deshalb als krasser Außenseiter, schlug aber der MT mit 32:27 deftig ins Gesicht. Von der Tabellensituation her hat sich seitdem nichts geändert, die Franken sind nach wie vor Schlusslicht und der Abstieg rückt immer näher.

Warum das so ist, kann man beim Blick auf einige ihrer Ergebnisse nicht so recht nachvollziehen. Jeweils zwei Punkte wurden gegen die MT und Erlangen sowie in Hin- und Rückspiel gegen Stuttgart geholt, einer gegen Wetzlar. Und auch in den für Coburger Verhältnisse knappen Spielen gegen die Großen Drei, Kiel (32:37), Flensburg (25:29) und die Rhein-Neckar Löwen (28:31), haben die Gelbhemden ihre Erstligatauglichkeit mehr als angedeutet. Offenbar aber nicht in dem Maße, dass es bisher dazu gereicht hätte, die Rote Laterne abzugeben.

Auf all das wollen und werden die Nordhessen am Sonntag nichts geben. Fakt ist, der Stachel der nicht erwarteten Hinspielniederlage sitzt tief. Ihn zu ziehen, gelingt ausschließlich mit einem Sieg im Rückspiel. Eine weitere Motivationshilfe für die Nordhessen, sich in der Coburg Arena voll reinzuknien, ist das am Mittwoch beginnende REWE Final4 um den DHB-Pokal. Lemke & Co wollen unbedingt mit einem Erfolgserlebnis im Rücken und einem daraus resultierenden “guten Gefühl” nach Hamburg fahren.

Wie wollen sie das hinbekommen? Nun, mit einer wiederum kämpferischen Leistung in der Abwehr und einer möglichst guten Chancenverwertung im Angriff. Der zuletzt verletzt ausgefallene Kapitän und Defensivspezialist Finn Lemke kann in Coburg vielleicht wieder dabei sein und so der Hintermannschaft zusätzlich Stabilität verleihen. Das hatten gegen Ludwigshafen vor allem die beiden Torhüter Silvio Heinevetter (1. Halbzeit) und Nebojsa Simic (2. Halbzeit) übernommen. Dabei pushte Letztgenannter seine Vorderleute geradezu zum Sieg.

“Auf unsere Torwarte können wir uns schon die ganze Zeit über gut verlassen”, stellte Gudmundur Gudmundsson seinen Schlussleuten eine Pauschallob aus. Aber auch der Mannschaft insgesamt bescheinigte der Chefcoach eine tolle Moral, nach mehreren Rückständen die Eulen doch noch eingefangen und überrundet zu haben.

Auf diese Moral und die kämpferische Einstellung wird es auch oder gerade in Coburg ankommen. Der Aufsteiger steht  sieben Spieltage vor Saisonende mit dem Rücken zur Wand, benötigt im Grunde genommen Schützenhilfe, um den Abstieg noch abzuwenden. Die will die MT auf keinen Fall ein zweites Mal liefern.

Dass sich die Franken aber keineswegs aufgegeben haben, zeigt deren jüngster Coup. Am Mittwoch wurde ein 28:26-Heimsieg gegen Stuttgart erkämpft. Dabei bewiesen vor allem der schwedische Halblinke Tobias Varvne, sein Positionskollege Andreas Schröder sowie Rechtsaußen Florian Billek im Team von Trainer Alois Mráz ihre gute Form. Die drei waren für 18 der 28 Coburger Tore verantwortlich. Neben diesen Akteuren sind im Hinspiel gegen die MT auch noch der Halbrechte Pontus Zettermann und Rechtsaußen Milos Grozdanic als torgefährliche Angreifer in Erinnerung geblieben.

Trainer Gudmundsson hat deshalb seine Schützlinge gegen diesen vermeintlich krassen Außenseiter gewissenhaft vorbereitet. Wobei natürlich auch der Blick ins Videoarchiv auf das Hinspiel dazugehörte. Dass die MT nichts dem Zufall überlassen will, zeigt zudem die Tatsache, dass sich der Tross aus Nordhessen bereits am Samstagnachmittag in Richtung Coburg in Bewegung setzen wird. Bis auf den verletzten Youngster Ole Pregler und Finn Lemke mit Fragezeichen dürften alle Mann an Bord sein.

Quelle:MT-Pressedienst


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