Das ist die höchste Heimniederlage in dieser Saison: Mit 24:34 (13:17) hat die SG 09 Kirchhof vor 619 Zuschauern in der 2. Handball-Bundesliga gegen Spitzenreiter HL Buchholz 08-Rosengarten verloren.
Kirchhof fand kein Mittel gegen die Starke 6:0- Deckung von Buchholz 08-Rosengarten.

Das war die Basis für den 34:24 (17:13)-Triumph des Spitzenreiters bei den Grün-Weißen. „Bei uns hat alles geklappt. Die Abwehrvariante war der Schlüssel, weil wir Kirchhof von außen oder aus schlechten Positionen im Rückraum haben werfen lassen“, freute sich Luchse-Coach Dubravko Prelcec. Durchaus überrascht vom eigenen Personal. Abwehrchefin Evelyn Schulz hatte zwei Wochen gar nicht trainieren können und trieb die SG 09 unterstützt von ihren wechselnden Nebenleuten regelmäßig ins Zeitspiel. Allein neunmal im ersten Durchgang.

Lynn Schneider kam angeschlagen nur zweimal kurz auf die Platte. Dieses Manko lösten die jungen Rückraumspielerinnen Lisa Borutta, Marleen Kadenbach und später Natalie Axmann mit Bravour. Und wenn die Gastgeberinnen doch zum Abschluss kamen, hatten sie noch Mareike Vogel vor sich. Die Ex-Kirchhoferin, die besonders effektvoll mit einer Fuß-Parade gegen Dionne Visser (3.), gegen die freie Kim Mai (9.) und lässig mit der Hüfte gegen Christin Kühlborn hielt (25.).

Auf der Gegenseite eine schwache Abwehr, Kirchhof konnte den Luchsen nicht entgegensetzten. Zu viele Freiräume boten sie Buchholz, die in 60 Sekunden die Löwinnen mit drei Toren von Marthe Nicolai, der Halbrechten Borutta und Kim Land zum 1:4 überlaufen (7.). Vor allem gegen die Spielmacherin sah Kirchhof kein Land. Sieben Treffer gelangen Kim Land bis zum 11:7 (17.), weil sie Raum ohne Ende hatte. Spielerisch konnte bei der SG 09 lediglich Michelle Urbicht mithalten.

Alle Veränderungen die sich Kirchhof vornahm verpufften. Egal, ob Visser auf Linksaußen, Umstellungen im Rückraum oder phasenweise eine zusätzliche Feldspielerin: Rosengarten bestrafte jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos und rotierte ohne Qualitätsverlust.

Zwei Akteurinnen der Gastgeberinnen konnten noch mit guten Quoten punkten. Laura Nolte, die auf Rechtsaußen drei von vier Versuchen verwandelte, und Frederikke Siggaard. Die dänische Torfrau parierte binnen 54 Sekunden gleich zwei Bälle und hatte damit bereits doppelt so viel gehalten wie Katarzyna Demianczuk (0) und Paula Küllmer (1) zuvor in jeweils 15 Minuten.

Eine Wende war trotz Frederikke Siggaard nicht drin. Das Team aus der Nordheide legte einen unwiderstehlichen Treffer von Evelyn Schulz am Kreis und ein weiteres Tor von Kim Land garniert mit einer Zeitstrafe gegen die verunsicherte Danique Boonkamp zum 19:13 nach (33.).
Der Rest war ein Schaulaufen des Spitzenreiters.


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