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HB Ludwigsburg zieht nach Krimi gegen Dortmund ins Finale gegen Blomberg ein

3187 Fans in der Porsche-Arena sahen am Samstagabend einen echten Thriller im zweiten Halbfinale des Haushahn Final4. Der dreifache Pokalsieger HB Ludwigsburg sicherte sich den 30:29-Sieg gegen Borussia Dortmund nach einem packenden Spiel erst in der absoluten Schlussphase und trifft nun im Finale am Sonntag (15 Uhr, live bei Eurosport) auf die HSG Blomberg-Lippe. Dortmund spielt um 12.30 Uhr im Spiel um Platz drei auf die HSG Bensheim/Auerbach.

Stuttgart, 1. März 2025

Beim Comeback von Karolina Kudlacz-Gloc nach Babypause lag die HBL zwar permanent in Front, konnte den BVB aber nie richtig abschütteln. Am Ende zog die HBL zum siebten Mal in Folge seit 2018 in ein Pokalfinale ein, nach sechsmal als SG BBM Bietigheim nun erstmals unter dem neuen Namen. Im Gegensatz zur 29:40-Niederlage in der Bundesliga vor zehn Tagen verkaufte sich Borussia Dortmund viel teurer, hätte bei einer geringeren Fehlerquote sogar das Halbfinale gewinnen können. Mit neun Treffern war BVB-Außen Kelly Vollebregt erfolgreichste Werferin der Partie und wurde auch zur besten Spielerin gewählt. Anne With Johansen traf achtmal für Ludwigsburg.

Nach dem 2:2 legte der deutsche Meister los wie die Feuerwehr, setzte sich dank einer Angriffswelle und einem 5:0-Lauf schnell ab. Vor allem Linksaußen Veronika Mala setzte in dieser Phase mit drei ihrer fünf Tore vor der Pause Akzente. Danach wurde der BVB stärker, kam vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff auf 9:11 heran, obwohl Anne With Johansen alle ihre Würfe im BVB-Tor unterbrachte. Beide Seiten zeigten sich indes wenig treffsicher vom Siebenmeterpunkt und kassierten zudem viele Zeitstrafen, worunter der Spielfluss etwas litt.

Nach der 13:10-Halbzeitführung der HBL verteidigte Dortmund mit viel mehr Intensität, machte die Räume eng, und Torfrau Tess Lieder steigerte sich ebenfalls. Beim 16:17 (39.) war Dortmund wieder auf Schlagdistanz. Ludwigsburgs Trainer Jacob Vestergaard war zu einer frühen Auszeit gezwungen.

Sein Team stabilisierte sich in der Folgezeit, konnte den starken BVB aber nicht abschütteln, bei dem nun Dana Bleckmann die Verantwortung übernahm. Allerdings leistete sich Dortmund zu viele Fehler im Spielaufbau und Angriff, zudem war nun auch HBL-Torfrau Johanna Bundsen auf dem Posten und wehrte einige entscheidende Bälle ab.

Zehn Minuten vor dem Ende war die Partie beim 26:24 aber noch komplett offen – und zum letzten Mal in dieser Partie griff Vestergaard zur grünen Karte. In der Schlussphase standen beide Torfrauen – Lieder und Bundsen – noch mehr im Fokus. Als die Schwedin im Ludwigsburger Tor zwei weitere Würfe abgefangen hatte, sorgte Mareike Thomaier per Siebenmeter zum 30:28 für die Entscheidung.

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