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MT angelt sich Schweizer Juwel

Die MT Melsungen blickt bereits über die anstehende Saison hinaus. Ab der Spielzeit 2026/27 hat sich der nordhessische Handball-Bundesligist die Dienste des jungen Schweizers Luca Sigrist gesichert.

Mehrere Top-Klubs aus Europa waren interessiert, den 19 Jahre alten Luca Sigrist unter Vertrag zu nehmen. Geangelt hat ihn sich die MT Melsungen. Im nächsten Sommer wechselt das Schweizer Juwel an die Fulda. Der Rückraumspieler, der sich in zentraler Position am wohlsten fühlt, kommt ablösefrei vom Schweizer Vizemeister HC Kriens-Luzern und erhält bei der MT einen Vertrag für zwei Spielzeiten.

Michael Allendorf bezeichnet den Rechtshänder als Ausnahmetalent: „Luca hat in der vergangenen Saison vor allem in der European League gezeigt, was jetzt schon in ihm steckt.“ Der MT-Sportvorstand denkt dabei nicht zuletzt an die Torgefährlichkeit des Schweizers. Mit 87 Treffern belegte Sigrist den dritten Platz der Torschützenliste. Zum Vergleich: Ian Barrufet, der für die MT 90 Tore erzielte, gewann diese Statistik, absolvierte aber fünf Partien mehr als der zukünftige Melsunger.

Allendorf sieht in dem 1,86 Meter großen Handballer zudem einen wichtigen Baustein für die Zukunft. Mit seinen 19 Jahren stünde Sigrist erst am Anfang seiner Karriere: „Er kann sich von Erik Balenciaga viel abschauen und bringt alles mit, um sich zu einem kompletten Spieler zu entwickeln.“

Den Trubel um seine Person hat sich der Hochbegabte nicht zu Kopf steigen lassen. Er habe es als große Ehre empfunden, dass er plötzlich mit so vielen internationalen Klubs in Verbindung gebracht wurde. Er habe sich gefreut, sagt Sigrist: „Es war schon ein bisschen verrückt, meinen Namen bei den ganzen Transferspekulationen zu lesen.“ 

Dass seine Wahl auf die MT Melsungen fiel, hatte mehrere Gründe. Es habe gute Gespräche mit Sportvorstand Michi Allendorf und Trainer Roberto Garcia Parrondo gegeben. Zudem sei er überzeugt von dem Gesamtkonzept und von der Perspektive, sich bei der MT weiterentwickeln zu können. Nicht zuletzt wechsele er zu einem Top-Team aus der stärksten Liga der Welt: „Die Entscheidung ist dann doch recht schnell gefallen“, sagt der Schweizer Nationalspieler.

Die MT-Fans dürfen sich auf einen lockeren und aufgeschlossenen Typen freuen, der „für jeden Spaß zu haben ist“, wie Sigrist sich selbst beschreibt. Er sei nicht verbissen, besitze aber ausreichend Ehrgeiz und Seriosität. Im vergangenen Jahr hat der Handballer sein Abitur gemacht, die Matura, wie es in der Schweiz heißt. Parallel zum Sport absolviert er ein einjähriges Praktikum bei einer Bank, eine kurze kaufmännische Ausbildung. Ein mögliches zweites Standbein. Bodenständigkeit und Sicherheit seien ihm wichtig. Sigrist nennt das Schweizer Mentalität. 

Quelle: MT -Melsungen Pressedienst

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