Die MT Melsungen hat am 25. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Nordhessen verloren gegen den VfL Gummersbach 24:31 (10:14).
Viel Kampf, aber keine Punkte – die MT Melsungen hat alles gegeben, doch am Ende hat es nicht gereicht gegen den VfL Gummersbach, an dessen Abwehr sich die MT-Profis die Zähne ausbissen. Weil die Gastgeber am Freitagabend zudem zu viele Chancen ungenutzt ließen, ging die Partie 24:31 (10:14) verloren.
Welch eine Anfangsphase. Da war in den ersten fünf Minuten reichlich Zündstoff drin. Angefangen vom schnellen 0:2-Rückstand der Gastgeber nach Mathis Häselers Tempogegenstoß, dem Kempa-Zuspiel von Dainis Kristopans auf Vlad Kulesh beim Ausgleich, dazwischen schon eine Zeitstrafe gegen Olle Forsell Schefvert und einem Wurf von Dominik Kuzmnovic aufs gerade leere Tor, der von der Latte nach unten, aber vor die Linie abtropfte. Irre! Und schon früh eine grandiose Atmosphäre in der ausverkauften Rothen-Halle, als Forsell Schefvert nach genau zehn Minuten zum 5:3 traf.
Eine Führung, die nicht lange Bestand hatte. Die Partie entwickelte sich schnell zu einem sehr intensiven Abnutzungskampf mit Vorteilen beim VfL. Weil Kuzmanovic die Nase gegenüber Nebojsa Simic leicht vorn, weil Marti Soler zweimal Pech hatte mit Innenpfosten hatte, und weil Julian Köster seine Extraklasse nachwies. Satte 13 Minuten ohne MT-Tor, derer sieben am Stück des VfL, da war Handlungsbedarf. Aaron Mensing kam, ebenso David Mandic, beide sofort erfolgreich und wieder etwas Luft beim 7:11 (24.) des Kroaten. Forsell Schefvert verkürzte sogar auf 10:12 (28.), aber mit Kösters klasse Pass auf Kristjan Horzen eine Sekunde vor Halbzeit waren es doch wieder minus vier.
In der Deckung hatte sich die MT auch nach Wiederbeginn nichts vorzuwerfen. Die Mauer stand und der vor der Pause schon eingewechselte Kristof Palasics hielt, was durchkam. Nur vorn blieb weiter zu viel liegen, unter anderem ein Drosten-Siebenmeter. Trotzdem: Erik Balenciagas starke Einzelleistung sorgte für das 14:14 (36.). Kuzmanovic und Palasics überboten sich minutenlang mit Paraden der Extraklasse. Ein Abbild der ersten Hälfte: Gerade als die MT das Geschehen zu übernehmen schien, schlug der VfL zurück. Häselers 15:19 (42.) in Überzahl stellte die alten Verhältnisse wieder her.
Sie fanden Lösungen, die Nordhessen, nur waren es zu wenige. Allein Balenciaga brachte die Gästeabwehr ins Schwimmen und traf auch, wenn er sich in die Nahkampfzone durchkämpfte. Doch das reichte nicht gegen Köster und Miro Schluroff, die dem Spiel längst ihren Stempel aufgedrückt hatten. Da half weder hinten die Umstellung auf ein 5:1, noch ein zurückgekehrter Simic mit der einen oder anderen Parade, noch vorn der siebte Feldspieler. Gummersbach gab vom eroberten Terrain nichts mehr ab und siegte verdient in Kassel – vielleicht etwas zu hoch.
Stimmen
Roberto Garcia Parrondo: Wir waren heute nicht gut genug. Die erste Halbzeit war zuerst okay, aber wir haben da schon zu viel verworfen. Mit 21 verworfenen Bällen kann man ein Spiel nicht gewinnen. Zufrieden bin ich, dass Erik Balenciaga und Aaron Mensing wenigstens 30 Minuten wieder spielen konnten.
Gudjon Valur Sigurdsson: Ich bin sehr zufrieden. Als Handballfreund freue ich mich aber auch, dass die Verletzten der MT Melsungen zurückkommen. Das ist wieder eine ganz andere Mannschaft, zu der wir mit viel Respekt gefahren sind. Der entscheidende Unterschied heute war, dass wir das Duell der Torhüter gewonnen haben. Außerdem standen wir überragend in der Abwehr.
Quelle: MT Melsungen Pressedienst