Die SG 09 Kirchhof bleibt auf Kurs Richtung fünften Platz. Die Gastgeberinnen aus Kirchhof um kämpften einen harten Sieg 36:29 (16:15) gegen die Norddeutschen Spielerinnen vom TSV Harrislee.

Als umsichtig entpuppte sich dabei Torfrau Küllmer. „Sie war die Matchwinnerin“, analysierten beide Trainer. Von denen Christian Denk ein gutes Händchen bewies, als er das Eigengewächs nach 20 Minuten brachte. Obwohl Frederikke Siggaard bis dahin keineswegs schlecht gehalten hatte. „Aber wir brauchten einen Impuls, weil wir uns nicht absetzen konnten“, begründete der SG-Coach seine Entscheidung.

Häufig war die Dänin allerdings machtlos gewesen, weil sich ihre Vorderleute aufgrund erheblicher Probleme im Positionsangriff und daraus resultierender Ballverluste auskontern ließen.

Kirchhofs 6:0-Deckung hatte das Torjäger-Duo Carstensen/Woch gut im Griff und so blieb Harrislee dran. Auch als Alena Breiding kurzzeitig für frischen Wind in der SG-Offensive sorgte, der schnell nach lies, als Merle Carstensen mit ihrem ersten Feldtor auf 16:15 verkürzte (30.).

Küllmers Maxime nach ihrer Einwechslung: „Cool bleiben.“ Genau das war nicht die Stärke ihrer Mannschaftskameradinnen, die furios (und mit Leona Svirakova auf Halbrechts) aus der Kabine kamen, nach drei Treffern in Folge zum 19:15 (34.) aber überdrehten.

Paula Küllmer blieb cool. Konzentrierte sich auf die einstudierten Wurfbilder, ohne Andresen, Lauf und Co. zu früh eine Ecke anzubieten. Und nahm so den Gäste besonders über Außen einige Bälle weg. Ihre Paraden sorgten für leichte Tore im Gegenstoß, wobei sie bisweilen auch noch die Verantwortung für den langen Pass übernahm, was vorrangig im Duett mit der sicheren Vollstreckerin Christin Kühlborn vorzüglich klappte.

Und als die SG nach 48:30 Minuten endlich mal eine Überzahl „cool“ ausspielte und durch Alena Breiding, Diana Sabljak und Dionne Visser auf 28:23 erhöhte, war‘s um die Nordlichter geschehen. Den letzten Widerstand brach – natürlich – die Matchwinnerin. Als die 20-Jährige gegen die völlig frei auf sie zu laufenden Lotta Heider parierte („Das macht am meisten Spaß“) und kurz darauf Linksaußen Kühlborn nochmals auf die Reise schickte.

„Wir haben zu viele Chancen vergeben“, ärgerte sich TSV-Coach Herluf Linde, was durchaus als Kompliment für Kirchhofs Torfrau durchging. Christian Denk sprach angesichts der Torgefahr seiner Mannschaft „von allen Positionen“ von einem „Sieg des Kollektivs“. Wusste aber, dass seine Besatzung von Paula Küllmer angeführt wurde.


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