Nach einer ernüchternden ersten Hälfte erkämpft sich die HSG Bad Wildungen in den letzten zehn Minuten die Punkte-

Nachdem das Hinspiel in Nellingen bereits als schlechteste Saisonleistung betitelt wurde, hatten die Gastgeber auch in der erste Halbzeit im Rückspiel deutliche Schwierigkeiten ins Spiel zu kommen. Vor allem die Abwehr in Zusammenarbeit mit dem Torhütergespann war überhaupt nicht anwesend. So liefen die Vipers von Anfang an einem Rückstand hinterher. Auf Seiten der Gäste war Lena Degenhardt in der ersten Hälfte nicht zu stoppen: Nahezu jeder Wurf der Hornets war ein Treffer und auch in Überzahlsituationen fand die Vipers-Defensive kein Mittel gegen die mutig aufspielenden Nellingerinnen. In der 26. Minute betrug der Abstand auf den Tabellenletzten aus dem Schwabenland bereits sieben Tore. Beim Stand von 15:21 wurden die Seiten gewechselt.

Tempospiel in Hälfte zwei sichert die Punkte

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer schien in der Kabine deutliche Worte gefunden zu haben. Ihr Team agierte nun mit mehr Aggressivität in der Abwehr, aber vor allem auch mit einer deutlichen Temposteigerung in der Offensive. Innerhalb von sechs Minuten verkürzten die Nordhessinnen den Abstand auf drei Tore und zwangen Gästetrainer Ralf Rascher zu einer Auszeit. Diese zeigte nur bedingt Wirkung: Anna-Maria Spielvogel, die in der Abwehr für viele wichtige Ballgewinnen verantwortlich war, erzielte in der 40. Minute den 22:23-Anschlusstreffer. Die Hornets wehrten sich jedoch erfolgreich und konnten in der 51. Minute wieder bis auf fünf Tore davonziehen.

Wer jetzt dachte, die Vipers würden sich aufgeben, irrte gewaltig. Die Südwaldeckerinnen zündeten den Endspurt-Turbo und konnten durch eine offensive Abwehr viele Fehler der Gäste provozieren. Trotz weiterer ausgelassener Chancen im Angriff gelang Mariel Beugels in der 59. Minute der erste Führungstreffer im gesamten Spielverlauf per Strafwurf. Dies sollte die einzige und entscheidende Führung der Gastgeberinnen sein, denn Nellingen verlor den Ball im Angriff und so wiederholte sich das Endergebnis aus dem Hinspiel. Dieses Mal glücklicherweise mit einem erfolgreicheren Ende für Bad Wildungen.

Neuer Punkterekord für die Vipers

Trotz der durchwachsenen Leistung ist Bremmer stolz auf ihre Mädels: „Großes Lob, wie die Mannschaft aus der Halbzeit kommt. Das Tempospiel, das wir mit diesen eingeschränkten Wechselmöglichkeiten und zu diesem Zeitpunkt der Saison gezeigt haben, verdient großen Respekt. Ich bin überglücklich, dass wir schlussendlich diesen Sieg feiern können.“
Vier der letzten fünf Spiele konnte die Mannschaft aus der Kurstadt siegreich gestalten und stellt mit 18 Punkten einen neuen Vereinsrekord auf.

Quelle: HSG Bad Wildungen Vipers


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