Handball-Zweitligist Kirchhof lief gegen die SG H2Ku Herrenberg ständig einem Rückstand hinterher, glich sechs Mal aus, bevor sie selbst in Führung gehen konnte – und bog in der Schlussphase mit einem 7:0-Lauf auf die Siegerstraße ein. Genau der war nötig, um die abwehrstarken Gäste mit 32:25 (13:14) zu bezwingen.

Es war über weite Strecken ein hochklassiges Spiel auf Augenhöhe“ wusste SG-Trainer Denk. Und konnte sich umso mehr über den elften Saisonsieg freuen. Zumal dieser fast 50 Minuten am seidenen Faden hing. Als der Tabellenneunte seinem Ruf als defensivstärkstes Team der Liga gerecht wurde. Die Gastgeber taten sich zunächst richtig schwer gegen das gegnerische 6:0-Bollwerk. Die Baden-Württembergerinnen hatten sogar bis zum 7:10 (17.) dank ihrer gefährlichen Außen Bok und Gebhard sowie Torjägerin Neubrander die besseren Lösungen in der Offensive. Michelle Urbicht hielt ihre Mannschaft mit fünf Toren vor der Pause im Spiel.

Die nutzte Christian Denk zur taktischen und mentalen Feinjustierung. Die wirkte. „Wir haben nach dem Wechsel eine Schüppe drauf gelegt“, erklärte Dionne Visser. Insbesondere die nach ihrer Einwechslung hochmotivierte Holländerin.Im Gegenstoß, über Rechtsaußen, vom Kreis. Und war so mit fünf Treffern an der 19:17-Führung beteiligt. Eine Wende war nicht in Sicht, auch nicht als die Kreisläuferin zum 23:19 traf, weil die Gäste durch Saskia Putzke und Lea Neubrander auf 23:21 verkürzten (47.).

Die Kirchhofer 5:1-Deckung wurde undurchlässig für den Gegner, Torfrau Demianczuk steigerte sich von Minute zu Minute. „Purer Wille“ war das für die vorgezogene Leona Svirakova, die in ihrer neuen Rolle nun in ihrem Element war. Und insbesondere mit der zentralen Abwehrspielerin Diana Sabljak hervorragend harmonierte, die wiederum, lange heftig bearbeitet, in der Offensive auftaute. Wo die SG mit langen und temporeichen Angriffen weiter machten.

Die Denk-Schützlinge ließen erst (etwas) locker, als die Partie beim 29:21 durch Danique Boonkamp (55.) – dem siebten Kirchhofer Treffer in Folge gelaufen war. Kirchhofs Coach entschied sich prompt zu einer Auszeit, damit seine Mannschaft den ersten frenetischen Applaus der begeisterten Zuschauer noch während des Spiel genießen konnte. Nicht die letzte Huldigung, denn diese wundersame Wandlung auf dem Feld erzeugte auch auf der Tribüne Glücksgefühle


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