Die SG 09 Kirchhof ließ nichts anbrennen. Und gab dem finanziell angeschlagenen Ex-Meister womöglich den Rest. Mit einem 37:29 (19:16)-Erfolg nahm der heimische Handball-Zweitligist die Hürde beim Tabellenvorletzten DjK/MjC Trier, der damit den Abstieg nur noch theoretisch vermeiden kann.

„Wir haben uns gefestigt“, freute sich SG-Trainer Denk über den dritten Sieg in Folge, der den Kirchhoferinnen die Möglichkeit eröffnet, mit einem weiteren Erfolg im kommenden Nachholspiel in Herrenberg (Sa. 18 Uhr) auf den fünften Platz vorzurücken. Auch wenn die Triererinnen von solchen Optionen nur träumen können, leisteten sie fast 40 Minuten erheblichen Widerstand. Wie Christian Denk vermutete, hatte sie die tags zuvor verkündete Insolvenz „offenbar zusammen geschweißt“. Und zusätzlich motiviert, ihre wohl letzte Chance im Abstiegskampf zu nutzen.

Die Folge: Ein in der ersten Hälfte ziemlich ausgeglichenes Spiel mit einer 11:10-Führung der Gastgeberinnen nach 18 Minuten. Während die SG im Angriff Ball und Gegner gekonnt laufen ließ und Diana Sabljak wie im Hinspiel aus allen Lagen traf, fehlte es der eigenen Deckung noch an Zugriff. Der 5:1-Verbund ließ über Außen, von wo Hannah Sattler und Gabriella Szabo zuverlässig trafen, zuviel zu. Und von der anschließenden 6:0-Formation war Rückraumspielerin Linsey Houben (7) nicht zu halten.

Also setzte Christian Denk auf einen Torwartwechsel (18.). Und genau der fruchtete. Paula Küllmer ersetzte die glücklose Frederikke Siggaard und war sofort voll da. Dank ihrer Paraden konnte ihre Mannschaft die Geschwindigkeit im Umschaltspiel noch mal erhöhen, was dann innerhalb von nur sieben Minuten durch Diana Sabljak (2), Leona Svirakova (2), Michelle Urbicht, Sandra Szary und Christin Kühlborn in eine 17:13-Führung (25.) mündete.

Trier versuchte das Tempo mitzugehen, war dadurch auch bis zum 18:21 (36.) „dran“, um dann aber, wie vom Gegner provoziert, einzubrechen. Über 24:19 (41.) zog Kirchhof vorentscheidend auf 20:30 (48.) davon. Torfrau Küllmer hielt ihr Niveau und die überragende Sabljak konnte sich mittelweile ganz aufs Torewerfen konzentrieren, weil sie im Mittelblock von Sandra Szary bestens vertreten wurde. In der Schlussphase durfte dann auch noch Alena Breiding (für die starke Urbicht) ran – und bedankte sich mit vier Treffern in den letzten zehn Minuten.  


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