Vor 3744 Zuschauern besiegen gestern die MT-Melsungen den Bergischen HC. Dabei Spielte zum wiederholten Male Nebojsa Simic eine große Rolle der knapp 50% der Bälle abwehrte.In top Form, fand sich Julius Kühn der mit neun Treffen der erfolgreichste Schütze war, auf Seiten der Bergischen HC war Aron Gunnarsson  mit sieben Treffern erfolgreich, davon vier Siebenmeter.

 Die Melsungen taten sich anfangs schwer gegen den HC der in den ersten zwei Minuten mit einen 0:1 durch Kristian Nippes und anschließend mit 0:2 ebenfalls durch Nippes in Führung gingen. Auf Seiten der MT hatte Schlussmann Simic allerhand zu tun der gleich drei Paraten des Bergischen HC abwehrte. Erst nach sieben Minuten traf die MT und verkürzte zum 1:2 durch Lasse Mikkelsen.

Der BHC nutzte die Verunsicherung der Gastgeber aus hatten aber in Simic einen Gegner der nicht leicht zu überwinden war. Mit 2:4 in der achten Minute brachten Arnor Gunnarsson und Linus Arnesson den BHC nach vorn. Simic ließ sich für seine Paraden vom Publikum feiern und brachte die Rothbachhalle zum Kochen. Julius Kühn und Marino Maric trafen jeweils doppelt und brachten die MT mit 6:4 erstmals in Führung.

Jeffrey Bommhouwer traf an seiner alten Wirkungsstätte und im Gegenzug bekam Maric eine Zeitstrafe. Kiristian Nippes glich aus und Aron Gunnarsson traf nach einer Parade von Christoph Rudek gegen Julius Kühn vom der Siebenmeterlinie zu 7:8.

Nach der Auszeit von Heiko Grimm erzielte Julius Kühn erneut den Ausgleich und holte im Anschluss einen Siebenmeter an dem Tobias Reichmann am eingewechselten Bastian Rutschmann scheiterte, und im nächsten Spielzug seine Fehler wieder gut machte und zum 9:8 traf.

Simic brachte die Halle zum Toben nachdem er einen Wurf von Fabian Gutbrod fing und das Leder direkt über das gesamte Spielfeld zum 10:8 in das leere BHC – Tor warf. Gleich darauf begeisterte er mit einer Doppelparade gegen Gutbrod sowie im Nachwurf  von Max Darj der frei am Kreis stand ohne Erfolg darauf hin auf Siebenmeter entschieden wurde und Aronr Gunnarsson den sicher verwandelt. Wie auch Tobias Reichmann seinen zweiten Versuch zum 11:9 traf.

Auch das 12:10 nach Kempa-Anspiel von Timm Schneider ging auf das Konto des Rechtsaußen, nachdem Gunnarsson den nächsten Siebenmeter in Netz untergebracht hatte.

Nach der Habzeitpause traf Julius Kühn  zum 14:10, Nebojsa Simic hielt reaktionsschnell den insgesamt schon fünften Siebenmeter von Arnor Gunnarsson. Lasse Mikkelsen tat das 15:10 drauf (32.) und alles sah nach einer nun doch recht klaren Sache für die MT aus.War es aber nicht, weil Bastian Rutschmann, nach dem Seitenwechsel für Rudeck kam und ebenfalls auf den Posten war. Kristian Nippes und Csaba Scücs verkürzten wieder auf drei.

Der Bergische HC konnte die Zeitstrafe von Philipp Müller nicht nutzen um zu verkürzen.Melsungen machte Druck auf die Deckung des BHC durch den eingewechselten Domagoj Pavlovic auf der Mitte und Mikkelsen rückte auf Halblinks mit Erfolg zum 20:15.

Philipp  Müller erhielt eine zweite Strafe die der Bergischen HC zu einem Tor verhalf durch Gunnarsson der nach Ballgewinn in der Abwehr in das verlassene Tor der Melsunger traf.Viel Zeit bliebt dem BHC nicht mehr um das Blatt zuwenden, dazu kam das Heiko Grimm  seinen Rückraum immer wieder umstellte und der BHC sich ständig neu ausrichten musste.Lasse Mikkelsen rückte auf Halbrecht und Julius Kühn kam auf seine Stammposition zurück und traf 23:18, drei Minuten später traf er zum 25:20.

Nach dem Treffer von Marion Maric zum 26:23 war allen klar das hier für den Bergischen HC nichts mehr zu holen ist.

Stimmen zum Spiel 

Sebastian Hinze: Glückwunsch an Heiko, Axel und die MT zum Sieg. Wir sind schon enttäuscht über die knappe Niederlage, obwohl wir gut im Spiel waren. Knackpunkt war die erste Halbzeit. Wir haben ein gutes System in der Abwehr gehabt, aber dafür Fehler im Tempospiel nach vorn. Wir haben viele freie Bälle gegen Simic weggeworfen. Wenn wir da besser treffen bin ich sicher, dass es anders läuft. In der zweiten Halbzeit hatten wir zwar einen 0:2-Start, danach war ich aber zufrieden. Wir haben gut gedeckt und waren gut im Gegenstoß. Nur stand uns immer wieder Simic im Weg. Melsungen hat das in der zweiten Halbzeit sehr disziplinier und auf den Punkt gespielt. Deshalb war letztlich die Hypothek aus der ersten Hälfte zu groß.

Heiko Grimm: Wir sind heute sehr schwer ins Spiel gekommen. Da hat man gesehen, wie sehr die Spieler unter Druck stehen. Sie wollen natürlich jedes Spiel gewinnen. Wir haben uns von dem nicht so guten Auftakt nicht verunsichern lassen und unser Spiel durchgezogen. Wir wollten das schnelle Spiel des BHC und deren gute erste Welle unterbinden und haben das geschafft. Es ist wichtig, solche gefassten Vorhaben auch umzusetzen, das zeugt von Disziplin. Dennoch war das kein rundes Spiel. Timm Schneider ist uns während des Spiels noch ausgefallen und wir hatten auch einige Probleme mit dem Abwehr/Angriff-Wechsel. Wir sprechen solche Probleme intern immer offen an und deshalb muss ich die Mannschaft für ihre Umsetzung im Spiel loben. Nach Wetzlar haben wir das auch heute gut gemacht und das zeigt letztendlich auch den Zusammenhalt im Team.

Jörg Föste: Wir nehmen uns jedes Spiel vor, etwas zu holen. Das heute war über weite Strecken auch wieder ein gutes Spiel von uns. Aber wir haben es nicht geschafft, gegen Simic und Kühn die richtigen Mittel zu finden. Dazu in der ersten Hälfte zu viele Gegenstöße bekommen. Melsungen wünsche ich toi-toi-toi für ihre nächsten, kommenden Aufgaben.

Axel Geerken: Auch wenn uns die Länderspielpause jetzt etwas ausbremst ist es mir ehrlich gesagt wichtiger, dass wir zweimal richtig gut gespielt haben. Das ist mehr wert als jetzt gleich weiterspielen zu können. Stark war auch, dass fast 3.800 Zuschauer in der Halle eine richtig gute Stimmung gemacht haben. Das ist ja nach dem bisherigen Verlauf auch nicht selbstverständlich. Außerdem möchte ich einen Spieler erwähnen, der schon in der vergangenen Saison und auch jetzt wieder sehr viel Kritik abbekommen hat. Aber Philipp Müller hat den kurzfristigen Ausfall von Finn Lemke heute im Innenblock ganz toll kompensiert.

 

 


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