Lintfort – Auf einmal war‘s vollbracht. Schon ein Spiel vor Saisonende. „Ich bin glücklich“, sagte Christian Denk, Trainer des heimischen Handball-Zweitligisten SG 09 Kirchhof.

Glücklich über einen schwer erkämpften 29:28 (15:15)-Erfolg beim TuS Linfort. Und glücklich über den fünften Platz, der der dem Aufsteiger von 2017 nach dem siebten Auswärtssieg der laufenden Spielzeit sowie Waiblingens Patzer gegen Bremen nicht mehr zu nehmen ist.

Das wurde noch in der Kabine gefeiert. Wo sich die Anspannung des vorausgegangen Krimis in ausgelassener Freude entlud. Darüber, einem aufstrebenden Gegner dank eine kämpferisch starken Leistung getrotzt zu haben. Auch als Diana Sabljak 3:36 Minuten vor Schluss auf die Strafbank musste, nachdem Linforts Linksaußen Legermann gerade erst auf 26:27 verkürzt hatte.

Doch in Unterzahl parierte die nach 40 Minuten eingewechselte Katarzyna Demianczuk zweimal gegen Rechtsaußen Lambertz und Dionne Visser war beim Siebenmeter eiskalt. Bruggemanns Treffer zum 27:28 beantwortete die zurückgekehrte Sabljak mit einem krachenden Wurf in den Winkel (58:58). Die Vorentscheidung? Immer noch nicht. Weil Loes Vandewal 41 Sekunden vor Schluss auf 28:29 verkürzte. Zu mehr reichte es für den spielstarken Neuling dann aber nicht.

Visser und Kühlborn überragen 

Die Chance sich abzusetzen, hatten die Gäste nach einem 5:1-Fabelstart (8.) vertan. Bis dahin war jeder Schuss ein Treffer und die eigene 6:0-Deckung hatte den Lintforter Rückraum gut im Griff. Dann aber kam Talent Bruggemann für Mie Norup Isaksen auf die Mitte – und die Karten wurden neu gemischt. Auch weil die SG kurzzeitig überdrehte und ihre Angriff viel zu früh abschloss.

Beim 15:13 (28.) drohte die Partie sogar zu kippen, doch die eingewechselten Paula Küllmer und Dionne Visser verhinderten das. Mehr noch. Drei Tempogegenstoßtore der frischgebackenen holländischen Nationalspielerin waren die Grundlage für den folgenden 5:0-Lauf zum 15:18 (33.).

Auch das kein Ruhekissen. Weil sich beide Abwehrreihen auf die Torjägerinnen Loes Vandewal und Diana Sabljak konzentrierten, blieb Raum für deren Nebenleute. Den auf TuS-Seite Annefleur Bruggemann (4) sowie die Außen Leonie Lambertz (5) und Eva Legermann (7) zu nutzten wussten sowie bei der SG neben Kreisläufern Visser vor allem Kristin Kühlborn. Die versenkte drei Tempogegenstöße und lochte fünfmal von Außen ein. Sicher und kaltschnäuzig


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