Zum Abschluss des ersten Spieltages der Gruppe B konnte Spanien sich gegen Bahrein mit 33:23 (16:11) durchsetzen. Die Iberer erreichten damit den erwarteten Pflichtsieg, zeigten aber wenig Glanzpunkte und nutzten ihre Überlegenheit nur zu selten. Erst in den Schlussminuten tat Spanien rund um ihren erfolgreichsten Torschützen Ferran Sole (7 Treffer) etwas für das Torverhältnis. Auf Seite des Außenseiters gab es immer wieder schöne Spielzüge zu sehen und auch Torhüter Mohamed A. Husein konnte sich mehrfach auszeichnen.

Vor dem Aufeinandertreffen zwischen Spanien und Bahrain war die Favoritenrolle klar. Aber um den Vergleich mit dem berühmten Gaul zu bemühen, ein Kantersieg der Spanier wurde es nicht. Nach einem ersten Abtasten konnte sich das Team von Jordi Ribera erstmals von 4:3 auf 7:3 etwas absetzen. Sein Team agierte ruhig, konzentriert und strukturiert, aber es fehlte auch etwas das Feuer.

In der 18. Minute beim 12:7 lag die Mannschaft um den Bundesligaprofi Gedeon Guardiola erstmals mit fünf Toren zurück. Doch der Außenseiter kam heran, Hussein Alsayyad verkürzte auf 9:12 aus Sicht Bahrains. Ein sichtbares Aufbäumen und ein Zeichen, dass das vom Ex-Flensburger Aron Kristjansson trainierte Team sich hier wehren würde. Gefährlich wurden sie nicht, aber mit einer Glanzparade vom Stand von 10:15 lies auch Bahrains Torhüter Mohamed A. Hussein erstmals seine Klasse aufblitzen.

Nicht nur der Torhüter, auch seine Mitspieler zeigten immer wieder schöne Spielzüge und variierten auch in der Abwehr zwischen einer klassischen 6:0-Abwehr und offensiveren Varianten. Spanien machte nun zunehmend kleine Leichtsinnsfehler, brachte nicht die nötige Konzentration auf und Bahrain nutzte das um im Spiel zu bleiben. Aleix Gomez erzielte dann den letzten Treffer der ersten Halbzeit, als er von Rechtsaußen im äußerst spitzen Winkel zum 16:11 traf.

Aber auch nach der Pause konnte sich Spanien nicht absetzen. Zwar wechselte der spanische Coach fleißig durch, zufrieden dürfte er aber nicht gewesen sein, dass seine Mannschaft nicht richtig in Schwung kam. Ganz im Gegensatz zu Bahrain und vor allem deren Torhüter Mohamed A. Husein. Die Zuschauer hatte er und sein Außenseiter-Team endgültig auf seiner Seite, als erst einen freien Torwurf parierte und gleich danach noch einen Strafwurf.

Immer wieder konnte sich A. Husein nun auszeichnen, gab damit auch seinen Vorderleuten Sicherheit und Schwung. Mohamed Habib erwies sich mehrfach als sicherer Strafwurfschütze, selbst Unterzahlen wurden unbeschadet überstanden und Bahrain konnte den Rückstand halten. Das gab Selbstbewusstsein, mit einem frechen Dreher verwandelte Habib in der 47. Minute seinen Strafwurf gegen Gonzalo Perez de Vargas.

Es sollte dann aber der letzte Fünf-Tore-Rückstand für Bahrain gewesen sein. Dümpelte das Spiel der Spanier über 50 Minuten vor sich hin, so gaben sie in den letzten Minuten nochmals richtig Gas und nutzten die schwindenden Kräfte der Bahrainer. Und so stand am Ende ein standesgemäßes 33:23 zu Buche, das aber darüber hinweggetäuscht, dass Spanien am Sonntag gegen Island anders präsentieren muss.


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