Im zweiten Spiel des Tages in Herning setzte sich Norwegen verdient gegen Tunesien durch. Unterstützt von mehreren tausend Fans besiegten die Skandinavier verdient die allerdings über weite Phasen gut und kämpferisch aufspielenden Tunesier. Norwegen setzte sich damit hinter Dänemark, der Gastgeber hatte gestern Chile mit 39:16 bezwungen, auf den zweiten Tabellenplatz. Während Norwegen morgen auf Saudi Arabien trifft, geht es für Tunesien gegen Dänemark.

Tunesien, ebenfalls angefeuert von einer großen Anzahl an Fans, legte zwar nur beim 1:0 vor, doch schafften die Afrikaner in der Anfangsphase immer den Ausgleich. Nach dem 3:3 gelangen den Skandinaviern indes jedoch zwei Tore in Serie, doch auch davon ließ sich Tunesien nicht beeindrucken: Sie glichen beim 5:5 nach zehn Minuten wieder aus. Mohamed Soussi, der kurz zuvor noch mit einer Zeitstrafe auf die Bank musste, nutzte die Lücke in der norwegischen Deckung und traf gegen den Flensburger Keeper Bergerud.

Dem Vize-Weltmeister unterliefen in den Anfangsminuten einige vermeidbare Fehler, dies nutzte der Afrikameister aus dem letzten Jahr aus und konnte sich somit zunächst im Spiel halten (6:6, 12. Minute). Aber als nach knapp 15 Minuten Sander Sagosen Norwegen dann wieder mit zwei Toren nach vorne brachte und Myrhol dann mit seinem zweiten Tor auf 9:6 erhöhte, hatte das Team von Christian Berge die Nervosität aus den ersten zehn Minuten endgültig abgelegt. Bis auf 11:6 stieß Norwegen nach vorne, ehe die Auszeit vom tunesischen Trainer den 5:0-Lauf unterbrach.

Tunesien lag zwar nach der kurzen Besprechung weiter zurück, konnte aber beim 10:13 wieder auf drei Tore aufschließen, was dann auch Norwegens Trainer Berge nach 24 Minuten zur ersten Auszeit nutzte. Aber weiter als diese drei Tore kam Tunesien nicht heran, Norwegen spielte zwar nicht fehlerfrei, konnte sich bis zur Pause jedoch wieder etwas absetzen und ein 18:13 mit in die Kabine nehmen.

Auch in der zweiten Halbzeit das gleich Bild: Norwegen tat das nötigste, Tunesien kämpfte weiter um jeden Treffer. Mehrmals lagen wieder nur drei Treffer zwischen den beiden Teams, nach 44 Minuten verpassten es die Afrikaner, wieder auf zwei zu verkürzen, scheiterten aber und so setzte Norwegens Kapitän Myrhol nach und erhöhte beim 24:20 wieder auf vier. Der Ex-Rhein-Neckar-Löwe war es auch, der mit dem Treffer zum 29:22 für die nächste Auszeit der Tunesier sorgte. Gute zehn Minuten waren noch im ersten WM-Auftritt von Tunesien und Norwegen zu gehen.

Und in den letzten Zeigerumdrehungen ließ dann der Mitfavorit auf den Titel nichts mehr anbrennen und schraubte den Abstand noch etwas weiter nach oben. Beim 33:23 waren es erstmals zehn Treffer. Nur wenige Stunden bleiben den Teams, dann greifen sie schon wieder ins Geschehen ein. Während Norwegen dann auf Saudi-Arabien trifft, wartet auf Tunesien dann das Spiel gegen den Gastgeber Dänemark . 


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