Nach dem Sieg der ersten EHF EURO im eigenen Land im Jahr 2018 hofft Frankreich auf eine Wiederholung – aber das ist keineswegs sicher

Nach dreimaligem Gewinn einer Bronzemedaille bei der EHF EURO stand Frankreich 2018 zu Hause endlich ganz oben auf dem Podium.

Doch wie das Mantra sagt: “Das Schwierigste ist es, nicht ganz oben zu stehen, sondern dort zu bleiben”, hatte Frankreich Schwierigkeiten mit seinem plötzlichen Ruhm, da es bei der letzten Weltmeisterschaft in der ersten Runde ausgeschieden war.

Mit einer sich ständig ändernden Spielerliste und einigen älteren Spielern, die sich dieses Jahr von der EHF EURO verabschieden, hofft Frankreich, seinen Titel in Dänemark zu behalten.

Hat Frankreich aus der Enttäuschung bei der Weltmeisterschaft 2019 gelernt?

Mit einer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016, einer Bronzemedaille bei der EHF EURO 2016 vor ihren Welt- und Europameistertiteln 2017 und 2018 kam Frankreich im vergangenen Dezember als klarer Favorit nach Japan. Doch nach der Vorrunde schieden sie bei der Weltmeisterschaft aus.

“Die Mädchen hatten die Illusion, dass sie motiviert waren, obwohl sie es in Wirklichkeit nicht waren. Wir spielten gegen Mannschaften, die in Japan hungriger waren als wir. Wir haben alles versucht, damit so etwas nicht noch einmal passiert”, erklärt Trainer Olivier Krumbholz, der der nach Dänemark reisenden Mannschaft ein paar Korrekturen vornahm.

Im Rampenlicht: Laura Flippes

Der Spieler von Paris 92 hat sich in dieser Saison definitiv als einer der möglichen Stalwarts der neuen Generation Frankreichs profiliert. Während sie vor drei Jahren nur die dritte Wahl für den rechten Flügel war, ist sie nun die Nummer eins und kann sogar auf dem Rückraumplatz helfen.

Ihre Fähigkeit, auf beiden Positionen richtig zu spielen, und ihre Erfahrung, die sie in Metz bei der DELO EHF Champions League in jeder Saison gesammelt hat, wird sie in den kommenden Jahren zu einer der Schlüsselspielerinnen für Frankreich machen – wenn sie ihren Platz auf dieser Position nicht bereits besiegelt hat.

Wie sie sich selbst einschätzen

Wenn man Krumbholz, der Anfang 2016 wieder auf die Ersatzbank kam, fragt, ob Frankreich zu den Favoriten für die kommende EHF EURO gehört, sagt er: “Seit 2016 stehen sehr oft vier Mannschaften ganz oben: Frankreich, Russland, Norwegen und die Niederlande. In jedem Wettbewerb standen drei dieser vier Mannschaften mit einem Gast im Halbfinale. Bei der letzten Weltmeisterschaft waren wir die fehlende Mannschaft unter den ersten vier.

Seiner Meinung nach ist Frankreich nach wie vor Kandidat für jeden wichtigen Titel, und in den nächsten neun Monaten stehen zwei auf dem Spiel – die Olympischen Spiele im nächsten Sommer, aber vor allem die EHF EURO.

“Ein harter Wettbewerb mit einer Vorrunde, die bereits wie eine Hauptrunde aussieht”, sagt Krumbholz, der will, dass seine Mannschaft immer nur ein Spiel auf einmal absolviert.

Wussten Sie das?

Györs Torhüter, Amandine Leynaud, trifft die Mannschaft direkt in Dänemark. Die 33-Jährige hat mit Krumbholz vereinbart, nicht an der EHF-Europavorbereitung teilzunehmen, und sie war im September nicht dabei, als sich die Mannschaft zum Spiel in der Goldenen Liga in Dänemark versammelte.

Trotzdem bleibt Leynaud auch zwei Jahre nach dem Gewinn des All-Star-Team-Torhüterpreises im eigenen Land die feste Torhüterin erster Wahl für die EHF EURO.

Das sagen die Zahlen

Insgesamt 13 der 17 Europameister 2018 werden im Dezember dieses Jahres versuchen, ihren Titel in Dänemark zu behalten. Manon Houette, Allison Pineau, Camille Ayglon-Saurina und Gnosiane Niombla werden nicht zur französischen Mannschaft in Herning gehören. Houette und Pineau sind verletzt, während Krumbholz beschloss, die beiden letzteren nicht einzusetzen.

Quelle:EHF, Foto © Anze Malovrh / kolektiff


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