Mit nur acht Feldspielerinnen erkämpften sich die Vipers zwei wichtige Punkte vor heimischem Publikum mit 26:23 gegen die HSG Blomberg/Lippe

Sabine Heusdens mit zehn und Anouk Nieuwenweg mit elf Treffern waren maßgeblich mit ihren Toren für den Sieg verantwortlich. Aber bei einem Kader von nur zehn Spielerinnen ist jede einzelne Spielerin und ein starker Mannschaftsgeist entscheidend für den Sieg. Vor allem die geschlossene Teamleistung war bei den Nordhessinnen am Samstagabend überragend. Vor einer tollten Kulisse in der fast ausverkauften Ense-Halle war den Gastgeberinnen der Siegeswille von Anfang an anzusehen.

Die Vorzeichen der Partie standen nicht gut um die Kaderliste der Vipers: Mit Romy Morf-Bachmnn war eine weitere Akteurin kurzfristig ausgefallen. Nichtsdestotrotz zeigten die verbliebenen Spielerinnen ab der ersten Minute, dass sie die zwei Punkte in Bad Wildungen behalten wollten. Sina Ritter markierte den ersten Treffer der Partie, der durch Gisa Klaunig auf Seiten der Blombergerinnen ausgeglichen wurde. Die Gäste aus der Nelkenstadt zogen daraufhin auf 1:3 davon, ehe Anna Frankova und Sabine Heusdens wieder zum 3:3 aufschlossen.

Ab dem 5:4 in der 11. Minute gaben die Vipers die Führung bis zur Halbzeitpause nicht mehr aus der Hand und bauten diese zwischenzeitlich auf vier Tore aus. Mit drei Toren Vorsprung gingen die Südwaldeckerinnen in die Kabine. Die Abwehrreihe, mit einer stark aufspielenden Manuela Brütsch dahinter, legte an diesem Abend die nötige Aggressivität an den Tag, sodass den Gästen vor allem aus dem Rückraum kaum Tore gelangen. Einzig Silje Brons Petersen, die mit sechs Treffern beste Werferin der Gäste war, machte der Defensive gelegentlich Probleme.

Vipers überzeugen auch in Hälfte zwei

Trotz der begrenzten Wechselmöglichkeiten fand Vipers-Trainerin Tessa Bremmer immer wieder die richtigen Wege und Mittel, um ihr Team zu fokussieren. Beide Mannschaften starteten konzentriert in den zweiten Spielabschnitt. Selbst als den Gästen aus dem Lipperland in der 45. Minute der Ausgleich zum 17:17 gelang, blieben die Spielerinnen um Spielmacherinnen Mariel Beugels ruhig.

Die junge Regisseurin ersetzte Morf-Bachmann auf der Rückraum-Mitte-Position und machte bei ihrem ersten längeren Einsatz in dieser Saison ihre Sache gut. Immer wieder wurden durch clevere Spielzüge Lücken für Heusdens und Nieuwenweg geschaffen, die ihre Chancen mit teilweise sehenswerten Treffern nutzten. Der Grundstein für den Sieg wurde jedoch in der Abwehr gelegt. Hier agierte die Mannschaft von Tessa Bremmer als eine Einheit, die sich nach jedem Ball schmiss und um jeden Zentimeter kämpfte.

Gerade deswegen war Bremmer unfassbar stolz nach dem Spiel: „Alle Feldspielerinnen, die noch übrig sind, waren überragend. Aber auch die verletzten Spielerinnen haben das Team, das auf der Platte stand, enorm unterstützt. Man konnte vor dem Spiel schon eine besonders motivierte Atmosphäre spüren. Genau dieses Gefühl ist es, das wir schon die ganze Zeit gesucht haben und welches gegen Blomberg auf überragende Art und Weise hervorgekommen ist. Sabine Heusdens hat sich heute ein Sonderlob verdient – sie war auf den Punkt für die Mannschaft da und hat eine riesen Verantwortung übernommen.“

Das Lazarett der HSG wird auch in den nächsten Wochen Bestand haben, daher wollen die Vipers die Energie, die sie durch dieses Spiel gewonnen haben, mitnehmen für die kommenden Aufgaben.


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