Am vergangenen Samstag machten sich die Vipers auf zum Hessenderby gegen die Flames Bensheim-Auerbach. Das Hinrundenspiel hatte man zu Hause 28:33 verloren, aber man wusste, dass die Leistungen der letzten Wochen in die richtige Richtung gingen und wenn man es schafft daran anzuknüpfen, dann wird im Derby alles möglich sein. Verletzungsbedingt musste Annika Ingenpaß passen, dafür stand kurzfristig und unerwartet die Trainerin Tessa Bremmer höchstpersönlich auf der Platte und warf sich wieder das Vipers-Trikot über.

Von Minute eins an spürte man das hitzige Duell – es gelang den Gästen aus Bad Wildungen durch Jana Scheib direkt die 1:0-Führung. Die Anfangsphase war ein wahres Hin und Her und in Minute 13 konnten die Vipers erstmals durch ein Siebenmeter-Tor von Miranda Schmidt-Robben mit 5:8 davonziehen. Zu Beginn hatte man den wurfgewaltigen Rückraum der Hausherrinnen noch gut im Griff, doch nach der holprigen Anfangsphase kamen Julia Maidhof und Ines Ivancok zu besseren Wurfchancen. Bensheim-Auerbach gab nicht auf und glich in Minute 18 zum 8:8 aus. Die Gastgeberinnen kamen immer wieder über das Tempospiel zu einfachen Toren und es war Christin Kühlborn, die dann erstmals die drei Tore Führung für die Flames in der 23. Spielminute erzielte.

Die Flames agierten von Anfang an offensiv gegen Sabine Heusdens, was Räume für Kreisläuferin Maxi Mühlner schaffte. Doch gerade in den letzten Minuten der ersten Halbzeit fand man oft keine passende Lösung aus dem Rückraum. Zur Halbzeit hieß es dann 15:11 für die Flames.

Auch der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte den Gastgeberinnen, welche ihre Führung im weiteren Spielverlauf sogar auf 22:15 ausbauen konnten. Doch die Vipers ließen sich nicht unterkriegen und kämpften mutig weiter. Die Umstellung der Abwehr auf die offensive 4:2-Deckungsvariante brachte die Wende. Nach einem Dreifach-Schlag durch Miranda Schmidt-Robben, Maxime Struijs und Spielertrainerin Tessa Bremmer, die in den letzten 15 Minuten vor allem im Angriff für Furore sorgte, stand es nach 54 Zeigerumdrehungen 25:23. Die Nordhessinnen schienen wieder voll im Rennen zu sein, doch dann folgte durch Romana Gerisch und Ines Ivancok wieder die 27:23-Führung für die Flames.

Abgerechnet wird bekanntermaßen aber erst zum Schluss. Vor allem durch unzählige, wichtige Paraden in der gesamten zweiten Halbzeit der Vipers-Kapitänin Manuela Brütsch brachte man die Flames immer wieder zur Verzweiflung. Kurz vor Beginn der letzten Spielminute war es dann Anna-Maria Spielvogel über die rechte Außenbahn, die den Anschlusstreffer zum 27:26 erzielte. Im letzten Angriff krönte Tessa Bremmer ihr Comeback, als sie sich durch die Abwehr der Flames kämpfte und das entscheidende Tor für den Punktgewinn der Südwaldeckerinnen erzielte – zum 27:27 Endstand.

Info: HSG Bad Wildungen Vipers


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