Bad Wildungen. Für ein knappes Ergebnis im letzten Heimspiel der Saison hat es nicht gereicht, der Gegner Buxtehuder SV war einfach zu stark und gewann mit 35:24 bei den Vipers.

Die Handballerinnen der Bad Wildunger Vipers bereiteten ihren Zuschauern am Samstag dennoch einen emotionalen Abend.
Nach der 24:35 (10:15)-Niederlage gegen den Rangvierten der 1. Bundesliga in einer Partie mit hohem Tempo war Abschiednehmen angesagt. Anouk Nieuwenweg, Romy Bachmann-Morf, Mariel Stefanie Beugels, Sina Ritter, Annika Busch und Laura Vasilescu wurden mit Blumensträußen, herzlichen Worten und vielen Tränen in der Ense-Halle verabschiedet.

Bewegend vor allem der letzte Auftritt der langjährigen Leistungsträgerin Vasilescu. Mitspielerinnen und Wegbegleiter würdigten die Leistungen der Torschützenkönigin der Saison 2014/15, am Ende trug Sabine Heusdens ihre nun ehemalige Teamkollegin, die verletzungsbedingt den Handball aufgeben muss, huckepack durch die Halle. Ein Gänsehautmoment.

In der vorletzten Begegnung der Saison hatten die Vipers vorher nur etwa gut 20 Minuten dem Favoriten standgehalten. Mit einer guten Laura Brütsch im Tor, die ebenso wie Buxtehudes Antje Peveling eine Reihe starker Paraden zeigte, lagen die Wildungerinnen bis zur 13. Minute sogar in Führung (4:3). Doch später legten die Gäste einen 8:2-Lauf zur Halbzeitführung (15:10) hin.

Auch nach dem Seitenwechsel trug Buxtehude seine Angriffe permanent in hoher Geschwindigkeit vor und erzwang mit dem Ausbau der Führung auf 18:10 (34.) schon eine frühe Vorentscheidung.

Das höhere Tempo des Gegners machte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer hinterher auch als größten Unterschied beider Teams aus. Die Trainerin, die nur mit den ersten 20 Minuten zufrieden war, versuchte taktisch und personell alles, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. So nahm sie die eingewechselte Anne Bocka bei Ballbesitz für eine weitere Feldspielerin aus dem Tor – doch als ein Ergebnis quittierten die Vipers drei, vier Gegentore in den leeren Kasten.

Am Ende wurde Buxtehude seinem Tabellenplatz gerecht. Die Gäste ließen bis zuletzt nicht locker. Ihre besten Werferinnen hatten sie in Lone Fischer (8) und Christina Haurum (7). (fs)


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