Nach einer beispielhaften Entwicklung bei der HSG möchte Nieuwenweg eine neue Herausforderung antreten

Anouk Nieuwenweg war die erste junge Spielerin aus dem Ausland, die Tessa Bremmer als Cheftrainerin unter ihre Fittiche nahm. Hinter der erfahrenen Cristina Mihai konnte Nieuwenweg 2015 ihre ersten Schritte in der deutschen Handball Bundesliga Frauen machen und hat sich seitdem eindrucksvoll entwickelt: vom jungen Talent zur Führungsspielerin – zugleich Identifikationsfigur für den Bad Widunger Handball und Markenbotschafterin für das Einrichtungshaus Möbelkreis Waldeck.

Egal ob technisch, athletisch oder taktisch – Bremmer konnte die junge Holländerin in allen Bereichen weiterbringen. Da kam es nicht überraschend, dass auch andere Vereine früh ihr Interesse an der torgefährlichen Linkshänderin bekundeten. Trotzdem entschied sich Nieuwenweg, den Vipers treu zu bleiben und das Vertrauen, das ihr von Verein und Trainerin entgegengebracht wurde, zurückzugeben.

Nach vier Jahren in Bad Wildungen ist für „Nouki“ nun aber die Zeit für eine neue Herausforderung gekommen. Wo es die 22-jährge hinzieht, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass sie der HSG fehlen wird. Diesem Los ist sich der nordhessische Club auch durchaus bewusst: Als Ausbildungsverein muss man damit zufrieden sein, wenn die „Auszubildenden“ irgendwann so gut sind, dass die Top-Vereine und das Ausland anklopfen, daher kommt der Wechsel für Bremmer nicht überraschend: „Ich habe immer ganz offen mit Nouki über alles geredet.

Nouki hat sich in den letzten Jahren in der Bundesliga etabliert und auch den Sprung in den erweiterten Kader der Nationalmannschaft geschafft. Irgendwann braucht eine junge Spielerin auch wieder neue Impulse, um aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Uns liegt es am Herzen, den Spielerinnen mit auf den Weg zu geben, was nötig ist, um eine erfolgreiche Bundesligaspielerin zu werden.

Ehrgeiz, Bodenständigkeit und Eigenverantwortung stehen hierbei an oberster Stelle.“ Auch Uwe Gimpel, Geschäftsführer der Viper, ist stolz auf den Werdegang von Nieuwenweg: „Anouk ist in den letzten Jahren von einem Talent zur großen Stütze unserer Mannschaft geworden. Sie ist ein Vorbild für junge Talente, die ebenfalls den Sprung in die 1. Bundesliga schaffen möchten. Wir als Verein versuchen den Spielerinnen stets die besten Voraussetzungen für so eine Entwicklung zu bieten.“

Nieuwenweg wird nicht die letzte Spielerin bleiben, die bei der HSG ihren Weg gemacht hat. Neben Maxi Mühlner, Anna Frankova und Anna Spielvogel im aktuellen Kader wollen die Verantwortlichen auch für die kommende Saison wieder neue Talente präsentieren.

Anouk Nieuwenweg wurde am 20. August 1996 in Emmen (NL) geboren. Bei E&O Emmen spielte sie bis 2015, ehe sie den Schritt ins Ausland zu den Vipers wagte. Sie bestritt zahlreiche Spiele für die Jugendauswahlmannschaften der Niederlande und durfte bereits fünf Mal für die A-Nationalmannschaft auflaufen.

Wie kam es zu deinem Entschluss?
Nach vier Jahren in Bad Wildungen ist es Zeit für eine neue Herausforderung. Ich denke, dass mich neue Impulse bei meiner Entwicklung weiter voranbringen werden. Ich bin jung und noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung, daher möchte ich nun den nächsten Schritt machen.

Dir ist die Entscheidung sicherlich nicht leichtgefallen, was hat dich dabei bewegt?
Nein, es war sicher nicht einfach, diese Entscheidung zu treffen. Ich fühle mich sehr wohl in Bad Wildungen. Der Verein, die Mannschaft und natürlich der Fanclub sind super. Ich werde definitiv viel vermissen.

Die Vipers sind deine erste Station in der deutschen Bundesliga und deine zweite Station in deiner Profikarriere. Bist du zufrieden mit deiner persönlichen und sportlichen Entwicklung? Hast du deine persönlichen Ziele erreicht?
Ja, ich bin sehr zufrieden. Mein Ziel war es, viel zu spielen und wichtig für die Mannschaft zu sein. Ich konnte bei den Vipers viele Erfahrungen sammeln und eine gestandene Bundesligaspielerin werden.

War es damals die richtige Entscheidung, nach Bad Wildungen zu kommen, und sind deine Erwartungen erfüllt worden?
Das war sicher die richtige Entscheidung. Ich wollte gerne einen Schritt höher, als in meinem Heimatland und bin froh, dass ich mich damals für Bad Wildungen entschieden habe. Ich bin hier super empfangen worden und hatte eine tolle Zeit.

Was macht Bad Wildungen für junge und talentierte Spielerinnen so attraktiv?
Mit Tessa Bremmer hat Bad Wildungen eine Trainerin, die gerne mit jungen Spielerinnen arbeitet und von der man viel lernen kann. Das Wichtigste ist, dass man auch als unerfahrene Spielerin viel Spielzeit bekommt. Auch die Vereinsverantwortlichen tun alles dafür, den Spielerinnen ein passendes Umfeld und optimale Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung zu schaffen.

Welche Highlights hast du in Bad Wildungen erlebt?
Mein größtes Highlight war definitiv das Final4 in Stuttgart letztes Jahr.


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