Nach einem 17:8 zur Pause steuerte die MT Melsungen gegen den VfL Gummersbach zu einem am Ende ungefährdeten Sieg, dennoch bezeichnete MT-Geschäftsführer Axel Geerken mit dem Auftritt nach dem Seitenwechsel als “enttäuschend”. Für die MT war es nach der Auftaktniederlage gegen Magdeburg, dem Sieg in Bietigheim und der Pleite bei den Rhein-Neckar Löwen der dritte Sieg in Folge – mit 8:4 Punkten sieht Geerken sein Team auf dem richtigen Weg in Richtung Saisonziel: “Wir wollen unter die Top fünf kommen.”

“In der Bundesliga gibt es keine Pflichtsiege. Wir haben zuletzt gute gespielt und haben das heute auch fortgesetzt. Die zweite Halbzeit war allerdings wirklich enttäuschend. Aber: wir haben den Sieg geholt. Auch gut war, dass alle einsatzfähigen Spieler ihre Einsatzzeiten bekommen haben”, erklärte Axel Geerken nach dem gestrigen 33:27-Erfolg gegen den VfL Gummersbach, für den er sich optimistisch zeigt: “Gummersbach hat unglaublich viel Tradition und ich bin der festen Überzeugung, dass sie die Kurve kriegen.”

Die Melsungen haben nach dem Start mit 2:4 Punkten bereits wieder auf den Erfolgsweg gefunden, es stehen nun 8:4 Punkte zu Buche. “Der Start war vielleicht ein bisschen holprig, aber wir hatten auch schon den einen oder anderen starken Gegner. Insofern waren wir nicht besonders aufgeregt und sind jetzt natürlich damit zufrieden, wie die Mannschaft sich aktuell entwickelt”, so der Geschäftsführer der MT Melsungen, die am 27. September auswärts in Kiel mit der nächsten großen Aufgabe konfrontiert wird, während der Übertragung von Sky.

An der Tabellenspitze steht allerdings nicht der THW Kiel, sondern der SC Magdeburg. Die Mannschaft von Bennet Wiegert hatte den ersten Schritt zum besten Bundesliga-Start der Vereinsgeschichte mit dem 28:23 in Melsungen gemacht. Für Axel Geerken kam der grandiose Start des Auftaktgegners allerdings nicht aus dem Nichts: “Mich überrascht das ehrlich gesagt nicht, das ist eine eingespielte Mannschaft, die gerade einen richtig guten Flow findet. Wenn so eine Mannschaft einen Lauf hat, gewinnt sie plötzlich viele Spiele und ist schwer zu stoppen. Magdeburg ist total verdient vorne.”

In die Spitzengruppe wollen auch die Melsunger – zumindest mittelfristig, wie Axel Geerken in der gestrigen Übertragung von Sky bekräftigte: “Wir haben uns schon vor einigen Jahren einen langfristigen Plan erarbeitet, der besagt, dass wir irgendwann unter die Top drei in der Handball Bundesliga kommen wollen. Die Zielsetzung verändert sich nicht. Mittelfristig heißt eigentlich bis 2020, das ist jetzt aber schon ein paar Jahre her. Wir sind nicht ungeduldig und wissen, dass wir ein paar Jahre brauchen, um eine gute Mannschaft zu entwickeln. Der Kreis dieser ganz starken Mannschaften ist relativ groß geworden. Wir wollen gerne eine davon sein, müssen dann aber entsprechende Leistungen zeigen.”

 

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