TuSsies lassen angeschlagenen Vipers keine Chance

Die Vorzeichen für die Begegnung am Mittwochabend standen nicht gerade positiv für die Nordhessinnen. Zusätzlich zum Ausfall von Annika Busch, die sich im Spiel gegen Leverkusen eine Knieverletzung zuzog, fiel Laura Vasilescu krankheitsbedingt aus. Auch Anouk Nieuwenweg ging angeschlagen in die Partie.

Auf Seiten des Gegners bekam Patricia Kovacs auf der Spielmacher-Position durch den unglücklichen Ausfall von Delaila Amega, die am Vormittag in einen Autounfall verwickelt wurde, ihr Chance und stellte die Vipers-Abwehr vor viele Probleme. Sie fungierte nicht nur als Vorbereiterin, sondern war mit acht Treffern zusammen mit Marlene Zapf die torgefährlichste Spielerin der Metzingerinnen.

Vor allem im Rückzugsverhalten hatten die HSG-Spielerinnen um die 10-fache Torschützin Sabine Heusdens große Probleme. Im Angriff wurde phasenweise gut kombiniert, jedoch scheiterte man hier ein ums andere Mal an der hervorragend aufgelegten Nationaltorhüterin Isabell Roch.

Nach zwanzig Minuten wechselte Vipers-Coach Tessa Bremmer Anne Bocka zwischen die Pfosten, die ihre Sache ebenfalls ordentlich machte. Trotz eines gehaltenen Strafwurfs kurz vor der Pause konnte auch sie den sechs-Tore-Rückstand nach 30 Minuten nicht verhindern. Diesen hatten die Pink-Ladys vor allem den einfachen Gegenstoß-Toren zu verdanken.

Nach der Pause stellte Bremmer in der Defensive auf eine 4:2 Formation um, die dem Gegner den Spielfluss nehmen sollte. Leider ging dieser Plan nur kurzzeitig auf. Nachdem Metzingen auf einen sieben-Tore-Abstand erhöhte, kämpften sich die Vipers wieder auf fünf Tore heran.

Daraufhin zog Gäste-Trainer André Fuhr die Grüne Karte und gab seiner Mannschaft das richtige Rezept gegen die offensive Abwehr der Gastgeberinnen, welches im Anschluss vorbildlich umgesetzt wurde. So zogen die TuSsies Tor um Tor davon.

Die Vipers bemühten sich, den Abstand in Schacht zu halten und vor allem Sabine Heusdens kämpfte mit unglaublichem Willen gegen den größer werdenden Vorsprung der Gäste an. Sie war für Bremmer an diesem Abend die beste Spielerin, vor allem, weil sie die geforderte Rückraumgefahr im Angriff, die in den vergangenen Spielen fehlte, wieder deutlich zeigen konnte. Am Ende war es jedoch ein verdienter Sieg für Metzingen.

 


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