Deutschlands Handball-Frauen sind mit einer knappen Niederlage in die heiße EM-Vorbereitungsphase gestartet. Zum Auftakt des Vier-Länder-Turniers in Alicante verlor die junge DHB-Auswahl am Freitagabend gegen Brasilien mit 19:20 (8:9) und offenbarte acht Tage vor dem EM-Auftaktduell mit Titelverteidiger Norwegen vor allem in der Offensive einige Schwächen. Am morgigen Samstag geht es gegen Gastgeber Spanien, der sich im zweiten Spiel des Tages mit 23:16 gegen Polen durchsetzte.

Die deutsche Mannschaft, die kurzfristig auf die an Grippe erkrankte Torhüterin Dinah Eckerle verzichten musste, fand gut in die Partie und lag schnell mit 3:0 vorne. Das gab jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Etliche leichte Ballverluste der DHB-Auswahl ließen den Olympia-Viertelfinalisten von 2016 und Weltmeister von 2013 schnell wieder heran- und nach einer Viertelstunde zum Ausgleich (6:6) kommen.

Zwar zog das Team von Groener, der das Amt nach der verpatzten Heim-WM 2017 zu Jahresbeginn übernommen hatte, noch einmal auf 8:6 davon. Doch kurz vor der Pause geriet der EM-Sechste erstmals in Rückstand. Gut zehn Minuten ohne eigenen Treffer waren der Hauptgrund, trotz einer guten Defensivleistung hieß es zum Seitenwechsel der umkämpften Partie aus deutscher Sicht 8:9.

Die Deckungsreihen sollten auch im zweiten Abschnitt auf beiden Seiten spielbestimmend bleiben, der deutschen Auswahl unterliefen im Angriff allerdings einige Unkonzentriertheiten – Brasilien setzte einige schnelle Treffer aus dem Gegenstoß und so geriet das DHB-Team mit 9:13 in Rückstand. Mit der guten Defensive und den Paraden von Isabell Roch im Rücken kämpfte sich die deutsche Auswahl noch einmal heran, setzte den Anschlusstreffer – und vergab mit dem letzten Wurf dann aber einen möglichen Ausgleich. Es blieb beim 19:20 auf der Anzeigetafel.

“Wir haben in der Anfangs- und Schlussphase ein gutes Spiel gemacht. Dazwischen haben wir die Partie aus der Hand gegeben. Schade, dass wir nicht gewonnen haben, aber es war ein nützlicher Test”, sagte Bundestrainer Henk Groener. Beste deutsche Werferinnen waren Julia Behnke und Marlene Zapf mit jeweils drei Toren. Weitere Turniergegner sind am Samstag Gastgeber Spanien und zum Abschluss am Sonntag Polen, das heute den direkten Vergleich mit den Gastgebern mit 16:23 verlor


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