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Nachdem sie Frankreich im ersten Spiel der EHF EURO schockiert hatten, holte Portugal heute Abend gegen Bosnien und Herzegowina erneut zwei Punkte

Vielleicht in der Erwartung eines zukünftigen Hauptrundenplatzes oder weil er das Bedürfnis verspürte, einige Spieler zu testen, wählte Portugals Trainer Paulo Pereira einen völlig anderen Start als vor zwei Tagen.

An der Dynamik seiner Mannschaft schien sich dadurch aber nichts zu ändern, denn Portugal ging schon früh mit drei Toren in Führung. Joao Ferraz war besonders schnell aus dem Block und erzielte in den ersten 10 Minuten vier Mal bei schnellen Pausen ein Tor.

Nach einem anfänglichen 3:0-Lauf verhinderte Bosnien und Herzegowina, dass sich der Gegner weiter entfernen konnte. Nebojsa Grahovac zwischen den Pfosten und die Tore von Marko Panic ermöglichten den Bosniern in der 25. Minute sogar den Ausgleich.

In der Pause lag Portugal nur noch mit einem Vorsprung von 12:11 in Führung, und alles blieb offen.

Der Beginn der zweiten Halbzeit war ein Wettstreit zwischen den Torhütern der einzelnen Mannschaften, da Grahovac in den ersten acht Minuten keinen einzigen Treffer kassierte. Der Portugiese Alfredo Quintana rettete ebenfalls wichtige Schüsse, so dass keine der beiden Mannschaften wirklich die Oberhand gewinnen konnte.

Doch die portugiesische Abwehr machte den Unterschied: Sie blockierte jeden bosnischen Versuch, sieben gegen sechs zu spielen, und traf dreimal hintereinander im leeren Netz, jeweils durch Pedro Portela. Der rechte Flügel verschaffte seiner Mannschaft 12 Minuten vor dem Ende einen Vorsprung von vier Toren (20:16).

Und trotz aller Bemühungen Bosnien und Herzegowinas um eine Rückkehr, blieb die portugiesische Mannschaft bis zur letzten Sirene unter Kontrolle. Mit einem Dreier-Sieg am Ende (27:24) hat Portugal nun vier Punkte Vorsprung, während Bosnien und Herzegowina mit einem Spiel noch ohne Punkte bleibt.

Pereira sagte, dass er das Spiel mit gemischten Gefühlen verfolgt habe, da die portugiesische Abwehr nicht genau so funktioniere, wie er es sich wünschte.

Der linke Flügel Antonio Areia fügte hinzu: “Wir wussten, dass es ein physisches Spiel gegen eine starke bosnische Mannschaft sein würde. Als wir mit vier Toren in Führung lagen, hatten wir eine schwache Phase, aber am Ende gelang uns ein Comeback. Aber der Sieg war verdient und am Ende nicht gefährdet. Unser Torhüter hat hervorragend gerettet, und durch seine Paraden haben wir sie zurückgedrängt.”

Quelle:EhfEuro2020

Kategorien: AktuellAllgemeinSport

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