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Es gab buchstäblich nichts, was Torwart Andreas Palicka am Freitagabend nicht tun konnte, als Schweden gegen die Schweiz zum Sieg fuhr.

Es gab nur wenige leere Plätze in der 12.000 Zuschauer fassenden Scandinavium Arena in Göteborg, und wo immer man sich umdrehte, sah man gelb.

Wahrscheinlich sahen das auch die Schweizer so, denn man hatte das Gefühl, dass Schweden oft mit mehr als sieben Spielern auf dem Platz spielte.

Doch es war nicht die Atmosphäre, die den Schweizern das Verderben brachte. Vielmehr war es ihre All-in-Strategie, denn Trainer Michael Suter blieb seiner Sieben-gegen-Sechs-Spieler-Taktik treu und nahm den Torhüter in ihren Angriffsspielen aus dem Rennen.

Mit einem großartigen Andreas Palicka zwischen den Torpfosten – 10 Paraden und zwei Tore im leeren Netz der Schweizer – hatte Schweden in der Pause einen 20:13-Vorteil, der auf einem 4:0-Lauf aufbaute, bei dem die Tore von Linksaußen Jerry Tollbring, der mit 4,2 km am besten lief, und Kim Ekdahl du Rietz im Rücken geteilt wurden.

Der schwedische Angriff verlangsamte sich in der zweiten Halbzeit, da die sieben Tore Vorsprung aus der Pause genug aussahen.

Es gab Überschläge und schlampige Momente, aber Palicka war genauso, er beendete die Partie mit 18 Paraden, was eine 47-prozentige Sparsamkeit bedeutete.

Alles in allem war es keine klassische Leistung für Schweden, vor allem in der zweiten Halbzeit, aber Energieeinsparungen könnten im Verlauf eines harten Turniers der Schlüssel zum Erfolg sein.

Doch die schwedischen Fans werden sich immer an das akrobatische Tor von Valter Chrintz erinnern, denn der 19-jährige Rechtsaußen hat vier Minuten vor Schluss ein unmögliches Spiel verwandelt.

Der 34:21-Sieg der Schweden brachte ihnen zwei Punkte ein, und sie werden am Sonntag in die Hauptrunde einziehen, sofern sie gegen Slowenien gewinnen.

Quelle:EHFEURO2020

Kategorien: AktuellAllgemeinSport

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