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Die slowenische Mannschaft hat gegen die Schweiz zum dritten Mal in Folge mit 29:25 gewonnen und zieht in die Hauptrunde nach Malmö.

2006 hatte Slowenien mit dem Sieg in allen drei Vorrundenspielen den besten Start einer EHF EURO aller Zeiten. Damals kamen sie nicht bis zum Finalwochenende, aber jetzt träumen sie sicher davon, nachdem sie nach einem grandiosen Sieg gegen die Schweiz diesen Rekord mit Gleichstand erreicht haben.

Das Rezept war das gleiche: kämpferische Abwehr, Schnelligkeit im Angriff und Ausnutzen jedes Fehlers des Gegners.

Allerdings war es zunächst kein Spaziergang, denn der Do-or-Die-Charakter des Spiels war für alle Spieler deutlich spürbar.

In der neunten Minute gab es mehr Überschläge – neun – als Schüsse – acht – zwischen den beiden Seiten. Doch die All-in-Mentalität der Schweizer Mannschaft ging erneut nach hinten los, denn die Risiken wurden von den mörderischen Slowenen bestraft.

In einem 6:1-Lauf zwischen der 14. und 22. Minute gab es drei Treffer in Folge, die zu offenen Toren führten, zwei davon von Rechtsaußen Blaz Janc. Damit hatte Slowenien zur Halbzeit eine souveräne 16:10-Führung.

Für den Schweizer gab es keinen Weg zurück, obwohl Andre Schmid seine üblichen Possen trieb, denn der 36-jährige Innenverteidiger erzielte in der ersten Hälfte 60 Prozent der Tore seiner Mannschaft.

Während Vranjes an seiner Aufstellung bastelte, übernahm der linke Außenverteidiger Nik Henigman die Kontrolle über das Spiel und erzielte in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit drei Tore.

Doch dank Schmid – der mit 131,4 km/h auch den schnellsten Schuss des Spiels hatte – waren die Schweizer 11 Minuten vor Schluss noch chancenreich, 25:21.

Dennoch gab es keine Chance, dass Slowenien das Spiel fallen lassen würde. Sie nutzten die 11 Umsätze der Schweiz und nutzten sie zum 29:25-Sieg.

Slowenien zieht mit zwei Punkten in die Hauptrunde nach Malmö ein, während die Schweiz mit einem Sieg in der Vorrunde aus dem Turnier ausscheidet.

Der Schweizer Torhüter Nikola Portner sagte, dass sich die mangelnde Erfahrung während des gesamten Turniers gezeigt habe. “Wir sind jetzt nicht mehr eine Mannschaft, die es gewohnt ist, die Endrunde der EHF EURO zu spielen, deshalb brauchten wir einen großen Sieg gegen Slowenien und konnten ihn nicht erreichen”, fügte er hinzu.

Der Slowene Nik Henigman sagte, seine Mannschaft könne nun von größeren Dingen träumen.

“Wir nehmen es Spiel für Spiel, wir denken nicht an eine Medaille. Aber ich denke, wir spielen gut und nachdem ich auch andere Mannschaften gesehen habe, können wir davon träumen. Warum nicht”, sagte er, als er nach den Chancen auf einen Platz am Finalwochenende gefragt wurde.

Quelle:EhfEuro2020

Kategorien: AktuellAllgemeinSport

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