Bad Wildungen. „Das Spiel kommt mir gerade recht“, sagt Tessa Bremmer vor der Bundesliga-Begegnung (Samstag, 19 Uhr) der HSG Bad Wildungen bei der SG BBM Bietigheim.

Ihre erstaunlich wirkende Aussage vor dem Auftritt beim äußerst starken Vizemeister begründet die Vipers-Trainerin damit „dass wir dort ohne Druck frei aufspielen können, weil wir nichts zu verlieren haben. Das ist ein Bonusspiel für uns.“

„Wir wollen reingehen, um das Spiel zu gewinnen. Wir wissen ehrlicherweise natürlich auch, dass das sehr schwer werden wird“, so Bremmer. Durch die Rückkehr der der Spielmacherinnen Kim Naidzinavicius (nach Kreuzbandriss) und Maura Visser (Babypause) sowie die Verpflichtungen der niederländischen Klassehalbrechten Laura van der Heijden (Budapest) sowie „der richtig guten“ Nationaltorfrau Dinah Eckerle von Meister Thüringer HC ist Bietigheim „fast doppelt so stark wie letzte Saison“, sagt Bremmer. Dass Ex-Nationalmannschaftskapitänin Anna Loerper zuletzt von der Bank kam, auf der auch die polnische Halblinke Karolina Kudlacz-Gloc (Muskelfaserriss im Oberschenkel) saß, zeige die Stärker des Meisters von 2017.

Chance für Maxi Mühlner

Auch weil der 28:27-Sieg gegen Neckarsulm bestehen bleiben wird, weil die Sport-Union ihren Einspruch zurücknahm, kann die HSG das Spiel in Bietigheim locker angehen. „Es ist gut, dass wir uns darüber keine Gedanken mehr machen müssen“, sagt Bremmer, die „mehr durchwechseln“ will. So will sie Spielerinnen wie Linksaußen Anna-Maria Spielvogel und Kreisläuferin Maxi Mühlner Einsatzzeiten geben.

Während Spielvogel statt Sina Ritter auf links beginnen könnte, plant Bremmer, die U 18-Nationalspielerin zeitweise im Innenblock auszuprobieren und gleichzeitig auch am Kreis für Annika Ingenpaß spielen zu lassen, weil sie wegen des „krassen Bietigheimer Tempospiels“ einen Abwehr-/Angriffwechsel vermeiden will. „Wir müssen deshalb im Angriff auch geduldig spielen“, sagt Bremmer.

Von Mühlner abgesehen will Bremmer aus dem Duo sowie Spielmacherin Maxime Struijs und der HalblinkenSabine Heusdens ihre zwei Spielerinnen für die zwei Positionen im Abwehrinnenblock der 6:0-Deckung auswählen, wobei sie dabei immer noch auf der Suche nach der besten Formation ist.


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