Nach einer guten ersten Halbzeit und einer 17:8-Führung zu Pause ließ die MT Melsungen im zweiten Abschnitt die Zügel schleifen. Der VfL Gummersbach kam binnen gut sieben Minuten beim 19:14 auf fünf Tore heran, die Hausherren hatten vor 3.609 Zuschauer merklich herunter geschaltet. Der VfL, der Stanislav Zhukov aufgrund einer Fingerverletzung verlor, zeigte sich in der Folge verbessert, für eine wirkliche Aufholjagd kamen die Gäste aber nicht in Frage – Melsungen verwaltete den Vorsprung bis zum 33:27-Endstand. Bester Schütze der MT war Julius Kühn mit neun Treffern, für den VfL erzielten Pouya Norouzi mit acht und Moritz Preuss mit sieben Toren die meisten Tore. Melsungen orientiert sich mit 8:4 Punkten nach Oben, Gummersbach steht mit 2:10 Punkten weiterhin auf Platz sechzehn.

Melsungen erwischte vor 3.609 Zuschauern einen Start nach Maß: Julius Kühn, Lasse Mikkelsen und Michael Müller sorgten für ein schnelles 3:0 – während auf der Gegenseite Ivan Martinovic bereits früh einen ersten Siebenmeter vergab. Pouya Norouzi sorgte dann mit einem sehenswerten Hüftwurf zwar den ersten Treffer der Oberbergischen, doch die Antwort von Michael Müller folgte umgehend. Gummersbach fand jedoch in den nächsten beiden Angriffen Moritz Preuß am Kreis und hielt so bis zur achten Minute den Anschluss.

Die Deckung der MT stellte sich in der Folge besser auf das Gummersbacher Spiel über den Kreis ein, auch weil dem Rückraum der Oberbergischen die Durchschlagskraft fehlte. Immer wieder bremsten die Gastgeber die Versuche des Gegners nun erfolgreich aus und auf der Gegenseite fielen die Tore weiterhin im Minutentakt, die Melsunger setzten auf Tempo: Michael Allendorf sorgte mit einem Doppelschlag für das 7:3, Gummersbachs Coach Denis Bahtijarevic reagierte in der elften Minute mit der ersten Auszeit.Melsungen ließ sich davon aber nicht aufhalten, auch der Wechsel von Carsten Lichtlein auf Matthias Puhle im Tor brachte den VfL Gummersbach nicht zurück in die Partie.

Tobias Reichmann und Lasse Mikkelsen bestraften Fehler der Gäste und nach einer weiteren Parade von Johan Sjöstrand sorgte Julius Kühn mit dem 10:3 nach knapp einer Viertelstunde schon für eine kleine Vorentscheidung. Eirik Köpp beendete die Serie der Hausherren, doch diese setzten sich durch einen Doppelpack von Julius Kühn auf 12:4 ab – Gummersbach griff nach sechzehn Minuten bereits zum zweiten Mal zur Grünen Karte und nahm die Auszeit.

Auch in der Folge fand Gummersbach keine Mittel gegen Julius Kühn, zu passiv agierte die Deckung. Auch ein sehenswerter Treffer von Ivan Martinovic konnte nicht verhindern, dass nach dem Gegenstoß von Yves Kunkel beim 15:5 bereits sieben Minuten vor dem Seitenwechsel der Abstand auf zehn Tore angewachsen war. Timm Schneider legte noch einen Treffer nach, in den letzten Minuten des ersten Abschnitts schlichen sich dann aufgrund der deutlichen Führung einige Nachlässigkeiten bei den Gastgebern ein – zumal Matthias Puhle mehrfach glänzend zur Stelle war. Gummersbach konnte den Abstand so zumindest in den einstelligen Bereich verschieben, mit einem 17:8 ging es in die Kabinen.

Auch nach Wiederbeginn schien der deutliche Vorsprung die MT Melsungen eher zu lähmen. Heiko Grimm hatte auf zahlreichen Positionen gewechselt, die Unruhe und die Unkonzentriertheiten spielten dem VfL Gummersbach in die Karten. Dieser setzte durch Pouya Norouzi den ersten Treffer nach Wiederbeginn und legte durch Marvin Sommer gleich den zehnten Treffer noch nach. Norouzi und Sommer beantworteten auch den nächsten Melsunger Treffer doppelt und nach dem 19:12 von Dimitri Ignatow waren es dann Norouzi und Preuß, die auf 19:14 verkürzten – binnen acht Minuten war der Abstand auf fünf Tore geschrumpft.

Nun griff Heiko Grimm zur Auszeit, der Coach der MT Melsungen hatte genug gesehen. Die Melsunger stabilisierten sich in der Folge – auch dank des weiterhin guten Johan Sjöstrand zwischen den Pfosten. Auf der Gegenseite überzeugte, Matthias Puhle weiterhin, für eine erfolgreiche Aufholjagd aber reichte dies nicht. Gummersbach musste zudem aufgrund einer Finger-Verletzung auf Stanislav Shukov verzichten. Die Oberbergischen vergaben einige gute Einwurfgelegenheiten, Melsungen verwaltete so glanzlos aber doch souverän den Vorsprung. Beim 25:17 war der Abstand fünfzehn Minuten vor dem Ende wieder auf acht Treffer angewachsen und dieser sollte bis zum 33:27-Endstand nicht mehr in Gefahr geraten.

Quelle: Hartung, MT                                  Foto: © Stephan Hackel

 

 

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